Karneval in Kaarst 2024 Tausende Jecken beim Rosenmontagszug in Büttgen

Büttgen · Es ist der Höhepunkt der närrischen Session: Der Rosenmontagszug in Büttgen. Rund 8500 Jecken haben sich auf den Straßen in dem Runddorf versammelt und bei Traumwetter eine riesige Party gefeiert.

Karneval in Kaarst 2024: Fotos vom Rosenmontagszug Büttgen
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Rosenmontagszug in Büttgen 2024

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Foto: Wolfgang Walter

Die knapp 8500 Närrinnen und Narren, die beim Rosenmontagszug in Büttgen am Straßenrand standen, mussten Geduld mitbringen. Denn der Zug verspätete sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Doch das machte dem närrischen Volk nichts aus: Nach dem Start des traditionellen Rosenmontagszuges an der Hermannistraße vertrieben sich die Football-Spieler, Frösche, Bienen, Panzerknacker, Cowboys oder Hippies die Zeit mit Karnevalsmusik und kühlen Getränken.

Unter dem Motto „44 Jahr – in Büttgen werden Träume wahr!“ zogen 15 Fußgruppen und sieben Wagen davon vier Bagage-Wagen, mit insgesamt 727 Teilnehmern durch den Ort. „Das sind 49 Teilnehmer mehr als im letzten Jahr“, sagte Peter Ducksch, Vize-Vorsitzender des Karnevalsvereins „BKG 5 Aape“, der den Rosenmontagszug organisierte. Mit über 100 Teilnehmern stellte der Sportverein VfR Büttgen die größte Gruppe. Bei der Prämierung nach dem Zug auf dem Rathausplatz erhielt der VfR wie im vergangenen Jahr den Sonderpreis der „5 Aape“. Den Preis für den besten Wagen verteidigte der Büttgener Schützenzug „Selde Blömkes“.

Karneval Kaarst 2024: Fotos von Altweiber
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Altweiber 2024 – so feiern die Narren in Kaarst

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Foto: Wolfgang Walter

Der Zug war so bunt wie nie. Erstmals mit dabei war auch das Kunstcafé Einblick mit rund 30 Teilnehmern. Ihnen wurde besonders zugejubelt, und die Menschen mit Behinderung hatten sichtlich Spaß daran, Kamelle in die Massen zu werfen. Erstmals dabei waren auch die in diesem Jahr gegründete Gruppe „Gemischte Tüüt 24“ sowie die Sportfreunde Vorst. Einen tollen Mottowagen bot erneut der Karnevalsverein „Holzbüttzje“, auf dem die Frauen mit ihren Kindern Kamelle warfen, während die Männer als „Wagenengel“ neben dem Traktor herliefen.

Vor allem der Wagen des Verein „Kaasch op jöck“, auf dem der Kaarster Karnevalsprinz Raphael I. Leßmann mitfuhr, wurde bejubelt. Der 18 Jahre alte Leßmann ist der jüngste Karnevalsprinz in Nordrhein-Westfalen und wird für seine Haltung gefeiert – er setzt, wo immer es geht, ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Seine Rede nach dem Umzug am Rathaus fiel daher überraschend kurz aus. Nachdem er sich bei den Organisatoren und den „Wagenengeln“ bedankte, richtet er das Wort an die Helfer im Hintergrund: Polizei, Ordnungsamt und das Deutsche Rote Kreuz. „Ihr versteckt euch gerne, aber wir sehen Euch. Wir danken Euch dafür, dass ihr unseren Rosenmontagszug möglich macht. Ihr macht ihn sicher und wir vertrauen Euch“, sagte Leßmann. Die teilnehmenden Fußgruppen hätten ihm einen „wunderbaren“ Rosenmontagszug beschert.

Auch Bürgermeisterin Ursula Baum fand den Umzug „wundervoll“, vor allem das Wetter habe gepasst: „Ich habe es ja angekündigt“, sagte sie. Zu den 30 Grad, die sich Baum Altweiber noch – nicht ganz ernst gemeint – gewünscht hatte, fehlten zwar noch ein paar Grad, aber immerhin schien die Sonne, nachdem gegen 13.30 Uhr noch dunkle Wolken über Büttgen hinwegzogen und ein paar Regentropfen brachten und wodurch am Himmel ein Regenbogen zu sehen war.

Erstmals nach vielen Jahren gab es auf dem Rathausplatz nach dem Umzug noch einen Ausschank. Diesen übernahmen Michael Schreinermacher und sein Team vom „Alten Rathaus“, wo viele der Närrinnen und Narren bis zum Abend einfach weiterfeierten.

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