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Kaarst: Kaarsterin schreibt ein Buch über Madrid

Kaarst : Kaarsterin schreibt ein Buch über Madrid

Auswanderin Susanne Thiel lebt und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Hauptstadt Spaniens. Jetzt hat sie einen Reiseführer geschrieben.

Das Ausland hat Susanne Thiel schon als junge Frau gereizt, vor allem Spanien hatte es ihr angetan. Nach dem Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium und anschließender Banklehre bewarb sie sich noch während des letzten Ausbildungsjahrs bei verschiedenen Geldinstituten. Aus Madrid kam schließlich eine Zusage, und eine Woche nach ihrer Abschlussprüfung waren die Koffer gepackt. Das war im Februar 1991, und eigentlich wollte Susanne Thiel auch nur ein bis zwei Jahre dort leben und arbeiten. Doch sie blieb, und heute ist Madrid ihr Zuhause.

Foto: Emons-Verlag

Ihre spanische Heimatstadt bringt sie nun in dem Buch "111 Orte in Madrid, die man gesehen haben muss" allen Reisefreudigen näher. "Es ist kein typischer Reiseführer mit den Sehenswürdigkeiten, zwar liegen meine Orte oft an bekannten Plätzen, aber nur die wenigsten Leute wissen, was sich für eine Geschichte oder Legende hinter den Skulpturen, Kirchen, Gebäuden oder anderen Dingen verbirgt", erzählt die 43-Jährige. Die Recherche gestaltete sich teilweise wie eine Art Schnitzeljagd. Die Suche nach immerhin 111 Orten und Geschichten war nicht das Problem. "Meine Liste änderte sich kontinuierlich, denn immer wieder stieß ich auf neue Plätze, die selbst mich überraschten", sagt Thiel.

Viele davon liegen an den bekannten Routen der Touristen, andere wiederum abseits der üblichen Pfade. "Zum Beispiel der gigantische Friedhof La Almundena, der einer Friedhofsstadt gleichkommt", sagt Thiel. Bei der großen Auswahl an Sehenswürdigkeiten kann sie sich allerdings nicht auf einen Lieblingsplatz festlegen. "Die Plaza de Chueca mit ihren Terrassen und den legendären Tavernen ist ein Muss für den Madrid-Besuch, im 'Delic' am Plaza de la Paja in Lavapiés gibt es die besten Torten und Mojitos, das Viertel Malasana ist in seinem alternativen und flippigen Lebensstil sehr authentisch", erzählt Susanne Thiel.

Die Auswanderin lebt nahe dem Plaza Olavida im Chamberi-Viertel. "Hier erlebt man das typische Ambiente eines Stadtviertels abseits der Touristenplätze", sagt sie. Dennoch wohnt die 43-Jährige sehr zentral, nur wenige Minuten von der Altstadt und den Szenegegenden entfernt. Ihr Buch gehört zu einer Reihe des Emons-Verlags. Bei einem Heimatbesuch in Kaarst entdeckte Susanne Thiel die Ausgabe über 111 Orte in Düsseldorf. Da die spanische Hauptstadt in dieser Serie noch fehlte, schrieb sie an den Verlag und bekam den schließlich den Auftrag. Madrid-Touristen aus ihrer alten Heimat können sich auch von ihr persönlich durch die Stadt führen lassen.

(NGZ/rl)