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Kaarst: Kaarster machen ihre Stadt sauber

Kaarst : Kaarster machen ihre Stadt sauber

Beim traditionellen Drei-BesenTag wurde nach einhelliger Meinung weniger Müll eingesammelt als in den Vorjahren. Aber der eine oder andere Fund sorgte bei den beteiligten Kindern und Erwachsenen dann doch für Erstaunen.

Eines sagten viele Beteiligte am Drei-Besen-Tag: Es sei sauberer als noch vor ein paar Jahren. Trotzdem fanden die fleißigen Bürger wieder einige Überraschungen. Am Kaarster See diskutierten die Mitglieder des Sportfischervereins Kaarst, was sie da gerade aus dem Wasser gezogen hatten.

Ein landwirtschaftliches Gerät, glaubte der Vorsitzende Dirk-Uwe Klein zunächst. Jugendliche hatten es im Wasser entdeckt; Klein zog sich die Watthose an, ging in den See hinein und holte es aus etwa einem Meter Tiefe an die Oberfläche. Schließlich identifizierten es die Angler anhand eines Markenschriftzugs als Teil eines Mofas. Ebenfalls ans Ufer geschwemmt waren ein Computermonitor und zwei Grills.

Mit zehn Erwachsenen und vier Kinder beteiligte sich der Sportfischerverein am Großreinemachen in der Stadt. Rosi Lambertz trug alle ihre Ansteckpins zum Drei-Besen-Tag ab dem Jahr 2005 an ihrer grünen Latzhose. "Man merkt jetzt doch, dass es durch die neuen Papierkörbe und das regelmäßige Aufräumen am See sauberer geworden ist", sagte sie.

Der Bahnhof Büttgen war wie gewohnt das Einsatzgebiet der Edelknaben. Einzelteile von Fahrrädern, Fahrradschlösser und Flaschen zogen die 25 Kinder und einige ihrer Eltern aus dem Gebüsch entlang des Bahnsteigs. Auch volle Hundekot-Tüten lagen im Grünstreifen. Werbekärtchen von Autokäufern waren über den ganzen Parkplatz verteilt. Trotzdem füllten sich auch hier weniger Müllsäcke als in der Vergangenheit. "Wenn die Dreckecken verschwinden, ist auch der Anreiz nicht mehr da, den Müll dorthin zu werfen", sagte Heinz-Josef Nilges.

Der Betreuer der Büttgener Edelknaben freute sich über das sommerliche Wetter: "Es gab Jahre, da haben wir bei Schneegestöber aufgeräumt." Auf eine Teilnahme der Kinder am Drei-Besen-Tag wurde nicht nur in Büttgen geachtet. Kindergärten und Schulklassen beteiligten sich vielerorts. Nach der knapp zweistündigen Aufräumaktion im gesamten Stadtgebiet konnten sich die Saubermänner und -frauen auf dem Gelände des Bauhofs mit Suppe und Würstchen stärken. Gesprächsthema Nummer eins war ein Fund unweit des Geländes.

An der Fahrradbrücke über die Kreisstraße Richtung Vorst lagen 78 kleine Schnapsflaschen. Die Vorster Schützen entsorgten das Ärgernis. Die Bruderschaft beteiligte sich mit 38 Personen am Drei-Besen-Tag. "Wir haben mit mehr Leuten gerechnet. Aber bei dem guten Wetter haben wohl einige die Gartenarbeit vorgezogen", sagte Schützensprecher Dieter Wimmers. Eine der sechs Arbeitsgruppen wurde vom Schützenkönig Markus Hannen mit Familie angführt. Die Vorster setzten einen eigenen Lkw mit Anhänger ein. Rund acht Kubikmeter Müll landeten auf der Ladefläche.

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(NGZ)