Kaarst: Kaarster Konverter-Gegner bereiten Petition an den Landtag vor

Kaarst: Kaarster Konverter-Gegner bereiten Petition an den Landtag vor

Die Bürgerinitiative gegen den Konverter in Kaarst bereitet weitere Aktionen vor.

Nach der Entscheidung von Amprion im Dezember, sich ausschließlich auf die Flächen in Kaarst ("Dreiecksfläche") und in Gohr zu konzentrieren, habe die Initiative in den vergangenen Wochen verstärkt weitere Aufklärungsarbeit geleistet, sagt Initiativsprecher Jochen Thiel. "Viele Bürger aus dem Kaarster Norden haben sich der Initiative angeschlossen. Unser Ziel heißt weiter: Kein Konverter in Kaarst. Wir begrüßen deshalb, dass der Rat der Stadt seinen entsprechenden Beschluss aus dem Sommer im Dezember nochmals ohne Gegenstimmen bekräftigt hat."

Die Dreiecksfläche ist im Rahmen des übergeordneten Regionalplans, der für den gesamten Niederrhein gilt, für den Kiesabbau vorgesehen. Dabei, sagen die Initiativmitglieder, muss es bleiben. Kaarst als flächenmäßig kleinste Stadt und am dichtesten besiedelte Gemeinde könne keine Ausgleichsflächen für die Abgrabung von Bodenschätzen bereitstellen, die bei einer Umwidmung der Dreiecksfläche zum Konverterstandort erforderlich wären. Hinzu kommt aus Sicht der Kaarster Konverter-Gegner eine Fehlinformation. Der von Amprion kommunizierte Abstand der Dreiecksfläche zur geschlossenen Wohnbebauung von 1300 Metern halte einer detaillierten Überprüfung nicht stand, heißt es. "Je nach Standort des Konverters auf der Fläche schmilzt der Abstand zur geschlossenen Wohnbebauung im Kaarster Norden - zur Perlebergerstraße - auf weniger als 1000 Meter zusammen", sagt Thiel. "Der verbleibende Unterschied zu dem kommunizierten Abstand in Gohr von 800 Metern beträgt nicht einmal 200 Meter. Das rechtfertigt keine Änderung des Regionalplans, zumal sich in unmittelbarer Nähe der Dreiecksfläche Bürger und Unternehmen mit Einzelbebauung angesiedelt haben, die auf die Gültigkeit des Regionalplans vertrauen."

Amprion selbst, sagen die Konvertergegner, habe bei der Standortsuche alle Flächen ausgeschlossen, deren Nutzung durch den Regionalplan festgeschrieben ist. "Es gibt keinen triftigen Grund, hiervon ausschließlich für Kaarst eine Ausnahme zu machen", heißt es. "Wir werden uns in Kürze mit einer entsprechenden Petition an den Landtag wenden. Diese wird zurzeit mit juristischer Unterstützung vorbereitet. Wir bitten alle Kaarster und die Betroffenen in Neuss-Nord und Meerbusch um ihre Unterschrift."

(NGZ)
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