Kaarst: Kaarster Hoppeditz ist eine "Hoppeditzin"

Kaarst : Kaarster Hoppeditz ist eine "Hoppeditzin"

Während vor dem Rathaus einige Schützen Spalier standen für ein Hochzeitspaar, weckten die Karnevalisten in der Rathausgalerie den Hoppeditz aus seinem langen Schlaf.

Allerdings sah der Hoppeditz nicht nur ausgeschlafen aus, sondern auch anders als sonst: Manfred Brendel war nämlich krank und wurde kurzfristig von Sandra Litgen, genannt "Litschi", vertreten.

Pünktlich um 11.11 Uhr eröffnete der Hoppeditz die neue Karnevalssession. Mit dem süßen Duft von Kamelle in der Luft wusste er mit dem Eurorettungsschirm wenig anzufangen. "Für mich hat der ja ne janz andre Funktion", sagte der Hoppeditz. Der Schirm sei für ihn nur Mittel zum Zweck, und zwar um Kamelle zu fangen, "un dat wie jeck".

Singender Bürgermeister

Lokalpolitisch bezog der Schelm klar Stellung: Dass beim Reizthema Stakerseite nun die Entscheidung für eine Grundschule in der Stadtmitte fiel, bezeichnete er als gute Tat. Freudig verkündete er schließlich, dass es in Kaarst nach der vergangenen Session auch in der neuen wieder ein Prinzenpaar gibt.

Klaus II. Winterhoff und Gabi I. Feuchthofen-Karcher werden Samstag Abend (19 Uhr) bei der Narrennacht von "Blau-Gold" in der Realschule Halestraße proklamiert. Im Anschluss an die Hoppeditzrede griff Franz-Josef Moormann zum Mikro. Wer das Hoppeditzerwachen in Kaarst kannte, wusste, was nun kam: Der Bürgermeister begann zu singen, "Hoppeditz wird danken dir" und "Schatzi, schenk mir ein Foto".

Zur Musik vom Band zeigten dann die kleine Tanzgarde und die "Tanzmäuse" ihre Sessionstänze. Die jungen Tanzgruppen der Ersten Kaarster Narrengarde "Blau-Gold" können sich über einigen Zuwachs freuen. "Wir brauchen größere Bühnen und größere Säle für unsere Tänze", forderte Präsidentin Henny Siedler in Richtung Stadtspitze.

(NGZ)