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Kaarst: Kaarster Grundschulen bekommen Sozialarbeiter

Kaarst : Kaarster Grundschulen bekommen Sozialarbeiter

Schulsozialarbeit gibt es an der Gemeinschaftshauptschule in Büttgen bereits seit acht Jahren, an den übrigen weiterführenden Schulen wurde sie im Jahre 2007 eingeführt. Im Rahmen der Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets als eine Hartz-IV-Reform kommt die Schulsozialarbeit jetzt auch in die Grundschulen.

Die Fäden dafür laufen zwar beim Rhein-Kreis zusammen, die Stadt Kaarst hat aber soeben ein Konzept erarbeitet und vorgelegt.

Positive Resonanz

Kreisweit werden, zunächst für ein Jahr 26 Stellen finanziert. Auf die Stadt Kaarst entfallen davon 1,5 Stellen. "Es sieht so aus, als könnten die Stellen zügig besetzt werden", erklärte jetzt die zuständige Geschäftsbereichsleiterin Anke John im Schulausschuss. Robert Begerau (Die Grünen) war trotzdem nicht so ganz zufrieden: "Es wäre jetzt eine gute Gelegenheit, dieses ungeordnete System neu zu strukturieren und für eine Vereinheitlichung zu sorgen." Begerau beklagte, dass die einzelnen Sozialarbeiter zu völlig unterschiedlichen Bedingungen arbeiten würden. Oft seien Fördervereine der betreffenden weiterführenden Schulen die Arbeitgeber.

John sagte, dass das Grobkonzept für die Schulsozialarbeit den Schulleitungen vorgestellt worden sei, die Resonanz sei durchweg positiv gewesen. Eine Stelle werde zudem mit einem Mann besetzt. Das wurde im Ausschuss positiv aufgenommen.

Gaby Rogner begrüßte die geplante Regelung im Namen der Elternvertretungen an den Kaarster Schulen: "Es ist gut, dass die Grundschulen jetzt auch mit Schulsozialarbeitern ausgestattet werden." Sie sollten so oft wie möglich vor Ort sein, auch wenn ihr Schreibtisch im Kaarster Rathaus stehen wird.

In dem Konzept wird Schulsozialarbeit als "präventive, unterstützende und krisenintervenierenden Beratung für alle Schüler, Eltern und Lehrkräfte nach den Prinzipien der Freiwilligkeit und Vertraulichkeit" definiert. Davon sollen vor allem Kinder aus Hartz-IV-Familien profitieren — die Betreuung durch Sozialarbeiter soll dazu beitragen, ihnen Zukunftschancen zu eröffnen.

(NGZ/rl)