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Kaarst: Kaarst zum Verschenken

Kaarst : Kaarst zum Verschenken

Schenken macht glücklich, sagen Wissenschaftler. Nicht nur den Beschenkten, sondern auch denjenigen, der etwas Nettes unter den Tannenbaum legt – ein Stück Heimat zum Beispiel. Die NGZ hat Präsent-Tipps aus Kaarst zusammengestellt.

Schenken macht glücklich, sagen Wissenschaftler. Nicht nur den Beschenkten, sondern auch denjenigen, der etwas Nettes unter den Tannenbaum legt — ein Stück Heimat zum Beispiel. Die NGZ hat Präsent-Tipps aus Kaarst zusammengestellt.

Ein Jutebeutel im "Alt St. Martinus"-Design. Die kleine romanische Kirche im Alten Dorf ist ein Schmuckstück. Im vergangenen Jahr wurde sie renoviert. Gut macht sich das Motiv auch auf einer umweltfreundlichen Einkaufstasche. Jens und Johanna Müller haben ihre für 1,79 Euro bei Edeka erstanden. Foto: lber

Geben ist seliger denn Nehmen — und zwar nicht nur aus christlicher Nächstenliebe, sondern auch aus rein egoistischer Sicht. Geld für andere auszugeben macht nämlich glücklicher, als es ausschließlich für sich selbst zu verwenden. Aktuelle Studien bestätigen das. Die Frage ist: Was geht in unserem Körper vor, wenn wir beschenkt werden?

Frisches Gemüse vom Bauernhof. Von Coenen bis Küppers: In Kaarst gibt es viele Hofläden. Der Lammertzhof bietet ein Gemüse-Abo ab 10 Euro an. Foto: end

Die Wissenschaft erklärt das so: Wenn sich der Beschenkte wohlfühlt mit dem, was er bekommen hat, schüttet der Körper Endorphine aus. In Endorphin steckt das Wort Morphium, das heißt, es wirkt wie eine Droge — das Glück flammt auf und brennt schnell ab. Dem Schenkenden hingegen bleibt mehr als eine kurze Endorphinausschüttung. Schenken macht die Seele weit und deshalb — glücklich.

Einen Gutschein für Ikea. Kein anderes Unternehmen steht in der Außenwahrnehmung so sehr für Kaarst wie das schwedische Möbelhaus. Foto: lber

Laut Ergebnissen einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) ist Schenken allerdings vornehmlich Frauensache: So gaben 74 Prozent der befragten Frauen an, dass sie Präsente für Verwandte und Freunde alleine besorgen. Lässt man die Männer zu Wort kommen, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Sie sehen sich zu 43 Prozent am Prozess beteiligt. Nur vier Prozent gaben an, dass sie für das Besorgen von Geschenken alleine zuständig sind.

Eine Sonderbriefmarke von Paul Effert. Effert ist einer der erfolgreichste Briefmarkendesigner der vergangenen 20 Jahre. Seit 1965 lebt er in Kaarst. Je nach Motiv und Auflage steigt der Wert der Marke. Sonderbriefmarken gibt es bei der Post oder im Internet unter www.postofficeshop.de. Foto: Privat

"Beim Schenken", sagt Diplom-Psychologin Ellen Basner von der TK, "sollte auf keinen Fall rüberkommen, dass man sich beim Aussuchen zu wenig Gedanken gemacht hat. Meist spürt man, wenn der Beschenkte enttäuscht ist, und das trübt natürlich auch die eigene Freude."

(NGZ/rl)