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Kaarst: Zentrumspartei fordert Reserveliste für Seniorenbeirat

Sorge der Kaarster Zentrumspartei : Wird der Seniorenbeirat zu einem „Rumpf-Gremium“?

Die Zentrumspartei fordert die Aufstellung von Reservelisten für den Kaarster Seniorenbeirat. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus begrüßt den Vorschlag.

Im vergangenen Wahlausschuss hat die Politik nicht nur über die Parteien und Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September beraten, sondern ebenso die Bewerber für die Wahl des Seniorenbeirats zugelassen, der am selben Tag gewählt wird.

Der Vorsitzende der Kaarster Zentrumspartei, Christian Otte, der auch Mitglied im Kaarster Wahlausschuss ist, sieht bei diesem Verfahren Handlungsbedarf für den nächsten Stadtrat: „In fünf der insgesamt neun Wahlkreise für den Seniorenbeirat ist nur eine Kandidatin oder ein Kandidat nominiert worden. Fällt im Laufe der Legislaturperiode aber eines dieser Mitglieder aus, kann nicht nachbesetzt werden“, sagt der 49-Jährige.

Das aber sei aus verschiedenen Gründen, wie auch die Vergangen- heit gezeigt habe, nicht unwahrscheinlich. Folge sei, dass der Seniorenbeirat erneut zu einem „Rumpf-Gremium“ schrumpfe. Otte: „Es steht zu befürchten, dass durch dieses Wahlverfahren eine Baustelle geschaffen wurde, die schon heute absehbar ist.“ Das Zentrum regt daher an, bei zukünftigen Wahlen zum Seniorenbeirat neben den Direktbewerbern in den Wahlkreisen auch über eine Reserveliste – ähnlich wie bei den übrigen Wahlen – abzustimmen, aus der im Falle eines Falles Nachrücker bestimmt werden können.

Ebenfalls habe sich erwiesen, dass die Forderung aus Teilen der Politik, keine sachkundigen Bürger aus den Ratsfraktionen zur Seniorenbeiratswahl zuzulassen, „weltfremd“ gewesen sei. „Wenn das beschlossen worden wäre, hätte es noch weniger Kandidatur-Meldungen gegeben“, sagt Christian Otte.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus teilt zu dem Vorstoß der Zentrumspartei auf Nachfrage unserer Redaktion mit: „Grundsätzlich ist eine Stärkung des Seniorenbeirats zu begrüßen. Es wäre Aufgabe des neuen Stadtrates, auch über Möglichkeiten der Aufstellung von Reservelisten für die nächste Wahl des Seniorenbeirats zu beraten.“

(jasi)