Kaarst: Workshops legen Grundstein für CDU-Wahlprogramm

Workshops in Kaarster Stadtteilen : Ein Grundstein für das CDU-Programm

Auf drei Workshops hat die Kaarster CDU über ihre Strategie und die Themen für den anstehenden Kommunalwahlkampf diskutiert. Der Fraktionsvorsitzende Lars Christoph ist mit den Ergebnissen zufrieden.

An dem einen Tisch schreibt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ingo Kotzian mit einem Edding die Themen auf, welche die Mitglieder der Kaarster CDU für wichtig erachten, auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes diskutiert Sven Ladeck mit dem anderen Teil der Mitglieder über Strategien. Die Kaarster Christdemokraten haben auf drei Workshops über den anstehenden Kommunalwahlkampf gesprochen und Themen festgezurrt. Bei den Veranstaltungen in Büttgen, Holzbüttgen und Kaarst waren insgesamt rund 75 Mitglieder dabei – insgesamt eine Zahl, mit der der Fraktionsvorsitzende Lars Christoph zufrieden war. „Wir waren überrascht, dass die Workshops so eine Resonanz gefunden haben“, sagte Christoph im Nachgang.

Bevor es in medias res ging, erklärte Christoph kurz die Ziele der Christdemokraten für den Wahlkampf. „Wir wollen nicht nur alle Wahlkreise gewinnen, sondern auch den Bürgermeister stellen“, erklärte er gegenüber den anwesenden Mitgliedern. Neben Christoph haben Ursula Baum (FDP) und Nina Lennhof (Grüne) ihre Kandidatur angekündigt, die SPD ist noch auf der Suche nach einem Kandidaten. Auf dem Workshop wurde diskutiert, wie sich die CDU mit ihrem Kandidaten von den anderen abgrenzen kann, an dem Strategietisch fiel das Stichwort „Kompetenz“.

Das Thema, was sich wie ein Roter Faden über alle drei Tage zog, war Verkehr und Mobilität. Da sieht die breite Mehrheit der CDU ein großes Verbesserungspotenzial in allen Stadtteilen, auch im Hinblick auf den Ausbau des ÖPNV und des Radverkehrs. „Das ganze Verkehrsthema mit all seinen Facetten bewegt die Menschen sehr. Wir haben noch kein Konzept, aber es ist klar geworden, dass dies ein Punkt ist, mit dem wir uns beschäftigen müssen“, so Christoph. Und zwar nicht nur mit dem Autoverkehr, sondern auch mit neuen Mobilitätsformen wie beispielsweise autonomes Fahren. Speziell für den Kaarster Ortskern kamen auch die Themen Aufenthaltsqualität, gastronomische Angebote für junge Leute und Nahversorgung auf den Tisch. Vor allem nach dem NGZ-Bericht über die Schließung des Rewe-Marktes in den Rathaus-Arkaden wurde darüber diskutiert. Auch zwei Tage zuvor in Büttgen wurde das Thema Nahversorgung angesprochen, speziell ein neuer Lebensmittelmarkt im Büttgener Norden. Auch über günstige Wohnangebote für junge Familien und Senioren wurde an allen drei Abenden diskutiert. „Es kam oft die Frage auf, wie wir es schaffen wollen, unsere Kinder in der Stadt zu halten“, sagt Christoph.

Insgesamt drei große Blätter mit vielen Ideen hat der CDU-Vorstand gesammelt, diese müssen nun ausgewertet werden. Bis Juni soll das Wahlprogramm der Christdemokraten dann stehen. Bis dahin muss die Partei erst einmal die Kandidaten für die Wahlbezirke finden. „Parallel dazu verabschieden wir unser Programm, für das die Workshops einen Baustein bilden“, so Christoph. Es werde sicherlich noch weitere Formate dieser Art geben, um weiteren Input zu erhalten. Auch Gespräche mit Schulen, Kirchen oder Sportvereinen wurden schon geführt und sollen weiter intensiviert werden, um zu erfahren, was ihnen für die Zukunft vorschwebt. „So werden wir erfahren, was wir erreicht haben und in den nächsten Jahren erreichen wollen“, sagt Christoph.