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Kaarst: Wird ungeklärter Mord zum Fall für "Aktenzeichen XY"?

Tat an der A52 : Wird ungeklärter Mord aus Kaarst zum Fall für „Aktenzeichen XY?

Der ungeklärte Mord, der sich vor rund 30 Jahren an der A52 bei Kaarst ereignet hatte, wird bald womöglich ein Fall für die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“.

Noch immer gibt es viele Fragezeichen rund um den ungeklärten Mordfall an der A52 bei Kaarst, der sich vor rund 30 Jahren ereignete. Die Polizei hatte zuletzt eine Gesichtsrekonstruktion des Opfers veröffentlicht, um Hinweise auf dessen Identität zu erhalten. Möglicherweise setzen die Ermittler bald auf Hilfe vom Fernsehen.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Düsseldorf schließt derzeit zumindest nicht aus, dass der Fall künftig in der Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ thematisiert wird. Das teilte man auf Nachfrage unserer Redaktion mit. In dem ZDF-Format werden in Form von filmisch nachgestellten Rekonstruktionen ungeklärte Kriminalfälle vorgestellt, in denen polizeiliche Fakten präsentiert werden. Das Ziel: Neue Hinweise.

Was den Ermittlern Hoffnung machen könnte: In einem ähnlichen Fall zahlte sich die Hilfe der ZDF-Sendung aus. In Rheurdt (Kreis Kleve) wurde ein 51-Jähriger im vergangenen Jahr wegen Mordes verurteilt, weil er 23 Jahre zuvor einen Mann getötet haben soll. Auch damals war das Opfer lange Zeit unbekannt und wurde erst vor rund zwei Jahren identifiziert – und zwar mit Hilfe einer digitalen Gesichtsrekonstruktion wie sie jetzt auch im Kaarster Fall zum Einsatz kam. Das rekonstruierte Bild wurde zuvor bei „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ veröffentlicht.

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Um wen es sich bei dem Toten aus Kaarst handelt, ist nach wie vor unklar. Die Leiche wurde in den frühen Morgenstunden des 30. November 1992 von einem damals 30 Jahre alten Landwirt aus Kaarst gefunden, der die Polizei kontaktierte. Schon damals sprach die Polizei von einer „Hinrichtung“, weil das Opfer sich offenbar hinknien musste und von hinten mit Schüssen getötet wurde. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Opfer möglicherweise aus der Balkan-Region stammt. Der getötete Mann war zur Tatzeit etwa 25 bis 35 Jahre alt, 1,81 Meter groß, 83 Kilogramm schwer und von schlanker bis sportlicher Statur. Als besonderes körperliches Merkmal wies er an der Innenseite des rechten Handgelenks eine zwei Zentimeter lange Narbe auf.