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Kaarst: Vinzenzhaus macht Besuche von Angehörigen wieder möglich

Einrichtung in Kaarst : Vinzenzhaus macht Besuche von Angehörigen möglich

Die Bewohner des Vinzenzhauses in Kaarst können ihren Angehörigen wieder in die Augen schauen. Vor dem Eingang der Einrichtung im Kaarster Norden steht ein Besucherzelt, in dem die Bewohner sich mit ihren Liebsten von Angesicht zu Angesicht unterhalten können.

Gesprochen wird über das Haustelefon, zwischen Bewohner und Besucher ist eine Glasscheibe installiert. So werden die Hygienevorschriften eingehalten. Ein Mundschutz muss nicht getragen werden, weil das Besucherzelt im Freien steht.

Deshalb wird bei den Besuchern auch kein Fieber gemessen. Das Angebot wird nach Angaben von Geschäftsführer Detlef Rath gut angenommen: „Für die Bewohner ist es wichtig, dass sie endlich wieder richtigen Kontakt zu ihren Angehörigen haben“, so Rath. Die Sprechzeit beträgt rund eine halbe Stunde, danach wird der Pavillon desinfiziert.

Wann die Bewohner wieder „normalen“ Besuch auf ihren Zimmern empfangen können, kann Rath noch nicht sagen. „Diese Form der Normalität wird noch etwas dauern“, sagt er: „Man kann die Entwicklung schlecht einschätzen.“ Vorfälle wie in Coesfeld oder St. Augustin, wo vor wenigen Tagen 130 Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, zeigen, dass es immer noch regionale „Hot-Spots“ gibt.

Dennoch gibt es einige Lockerungen im Vinzenz-Haus: Die Fußpflege ist zurück, auch Friseure dürfen wieder kommen – natürlich unter strengen Hygienebedingungen. „Die Therapeuten müssen Schutzanzüge anziehen, wenn sie ins Haus kommen“, sagt Detlef Rath: „Aber für unsere Bewohner ist es wichtig, dass sie diese Dinge wieder machen können. Krankengymnastik ist draußen schlecht möglich.“