Kaarst: VHS-Förderverein sucht neue Lesepartner

Wartelisten in Kaarst sind voll : VHS-Förderverein sucht neue Lesepartner für Kinder

Rund 120 gibt es schon, trotzdem sind es noch immer nicht genug: Die Initiative „Kaarster Lesepartner“ des Fördervereins der Volkshochschule sucht noch mehr Freiwillige, die einmal in der Woche für eine Stunde ein Kind unterstützen.

„Unser Fokus liegt auf den lernschwachen Kindern“, sagt Hanno Wilsch, Vorsitzender der Initiative. Gemeinsam mit Ingrid Hartmann-Scheer gründete Wilsch 2011 die Kaarster Lesepartner.

Was muss ein Lesepartner für den „Job“ mitbringen? „Drei Sachen“, sagt Hartmann-Scheer: „Er muss gut mit Kindern klar kommen, sonst macht das keinen Sinn. Außerdem muss er Spaß am Lesen haben und sollte geduldig sein.“ Begleitet werden alle Grundschulen im Kaarster Stadtgebiet sowie den beiden Förderschulen, zudem sind die Lesepartner auch an weiterführenden Schulen tätig – abgesehen von den beiden Gymnasien. Dabei kommen die Lesepartner nach der letzten Unterrichtsstunde des Kindes in die Schule und bekommen einen eigenen Raum zum Lesen. „Wir gehen auf die Bedürfnisse der Kinder ein, das Ganze hat überhaupt keinen Leistungsdruck. Wenn ein Kind nicht mehr kann, spielen wir auch mal“, sagt Hartmann-Scheer. Das Angebot wird gut angenommen, die Wartelisten sind voll: In jeder Schule warten zwei bis drei Kinder auf einen Lesepartner. Im zweiten Schuljahr geht’s los, nach dem sechsten ist Schluss. Manche Kinder wollen auch schon vorher nicht mehr.

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