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Kaarst: Uschi Baum wehrt sich gegen Kritik der CDU an Vorstoß zu Schwimmbad-Neubau

Hallenbad in Büttgen : Baum wehrt sich gegen Kritik an Schwimmbad-Vorstoß

Nach dem Vorstoß von Uschi Baum als Vorsitzende des Büttgener Schwimmvereins zum Neubau eines Hallenbads gibt es harsche Kritik aus den Reihen der CDU. Die Christdemokraten fordern von der FDP eine Klarstellung, ob es sich um eine offizielle Position der Partei handelt.

„Der Umstand der Schließung rechtfertigt in keiner Weise, deshalb gleich einen Neubau des Hallenbades zur politischen Forderung zu erheben“, kritisiert der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Sportausschusses, Ingo Kotzian. Schließlich seien die Kosten für die Reparatur seitens der Verwaltung mit knapp 25.000 Euro beziffert worden, ein Neubau würde sicherlich einen guten zweistelligen Millionenbetrag verschlingen.

Die längere Schließungszeit sei darauf zurückzuführen, dass die Materialbeschaffung eine gewisse Zeit benötige. „Niemand wird direkt über den Abriss und Neubau seines Hauses nachdenken, nur weil einmal das Dach undicht ist“, so Kotzian weiter. Zwar dürfe Baum als Vorsitzende des Schwimmvereins von einem Neubau träumen, „als Bürgermeisterkandidatin einer Partei, die normalerweise für wirtschaftliche Vernunft steht, ist eine solche Positionierung sehr befremdlich“, meint Kotzian. Die CDU fordert von der FDP, die durch den Fraktionsvorsitzenden Günter Kopp in der Kaarster Bädergesellschaft vertreten wird, eine Klarstellung, ob es sich um eine offizielle Position der Partei handelt oder es eher um eine „populistische Selbstinszenierung“ (Kotzian) der Kandidatin geht.

Dieser Forderung kommt Baum selbst nach. Auf Anfrage erklärt sie, dass dieser Vorstoß nicht von der Bürgermeisterkandidatin Uschi Baum geäußert wurde, sondern in ihrer Funktion als Vorsitzende des Büttgener Schwimmvereins. „Ich stehe zu meiner Aussage. Mir ist bewusst, dass die Stadt im Moment kein Geld hat, aber wir müssen perspektivisch denken“, so Baum.