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Kaarst: Unterhaltsreinigung weiterhin mangelhaft

Städtische Gebäude : Unterhaltsreinigung in Kaarst ist weiterhin mangelhaft

Die mangelhafte Ausführung der Reinigungsarbeiten in den städtischen Gebäuden stand jetzt erneut auf der Tagesordnung des Betriebsausschusses.

Andreas Moritz, Betriebsleiter der Gebäudewirtschaft Kaarst, hatte wenig Gutes zu berichten: Drei bis vier Objekte pro Dienstleister waren jetzt im Rahmen des Qualitätsmanagements stichprobenartig unter die Lupe genommen worden, wobei alle Raumgruppen berücksichtigt worden waren. Alle drei neuen Dienstleister haben einen ausführlichen Bericht übermittelt bekommen. Andreas Moritz beschrieb die Ergebnisse in Kurzform so: „Bei Firma 1 waren lediglich in drei Objekten geringfügige Mängel vorhanden. Bei der Firma 2 wurden in zwei von drei überprüften Objekten diverse Mängel vorgefunden. Lediglich in einem Objekt befanden sich sehr geringfügige Beanstandungen.“

Das große Sorgenkind ist die dritte Firma. Hier sieht die Bilanz übel aus: „Bei dieser Firma“, so Andreas Moritz, „wurden in allen Objekten gravierende Mängel festgestellt“. Insgesamt konnte hier kein annähernd zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Die Firmen 1 und 2 wurden vor einer Woche ein zweites Mal auf ihre Arbeitsqualität hin überprüft. Hierbei konnte festgestellt werden, dass bei der Firma 2 Verbesserungen bei der Reinigungsqualität ersichtlich waren. Bei der Firma 3 jedoch waren nach wie vor erhebliche Mängel erkennbar, besonders bei der Reinigung der Bodenbeläge.

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„Bei einer Firma wurden zum zweiten Mal erhebliche Mängel in der Reinigungsleistung festgestellt. Warum glauben Sie, dass hier eine Besserung eintreten wird?“, wollte Werner Kindsmüller (SPD) wissen. „Weil wir mit diesem Dienstleister ganz anders umgehen als noch vor ein paar Monaten“, antwortete Andreas Moritz. Und er führte weiter aus: „Vor kurzem ist die Geschäftsführung aus Frankfurt angereist. Wir haben erklärt, welche Leistungen wir vertraglich eingekauft haben.“ Außerdem seien Rechnungsbeträge zum Teil deutlich gekürzt worden.

Neben der Reinigungsleistung lässt auch die Rechnungserstellung  zu wünschen übrig. Wenn Leistungen nicht klar belegt werden, erfolgen Kürzungen bei den Zahlungen. Moritz verspricht sich dadurch Verbesserungen. Die Reinigungsfirmen müssen sich nicht nur mit der Gewerbewirtschaft der Stadt, sondern auch mit einem unabhängigen Sachverständigen auseinandersetzen. „Wir sind fair, aber hart“, erklärte Andreas Moritz. Erste Erfolge seien erkennbar: Es gebe Hausmeister, die sagen, ihre Schule sei noch nie so sauber gewesen.

Die Reinigungsdienstleister wurden erst zu Beginn dieses Jahres ausgetauscht. Bei der Übergabe waren bereits erhebliche Reinigungsmängel- und -schäden festgestellt worden. Im Zeitraum von August bis Dezember 2020 hatte die Verwaltung 64.000 Euro Reinigungskosten eingespart. Die GWK hatte in diesem Zeitraum ein Qualitätsmanagement eingeführt, um die Arbeiten zu kontrollieren. Neben mehrstufigen Eigenkontrollen sah dieses auch die Qualitätssicherung durch einen externen Sachverständigen vor. So hatte die Stadt dem alten Dienstleister 267.467,72 Euro in Rechnung gestellt, die sich größtenteils aus mangelhaften Reinigungsleistungen und Vertragsstrafen zusammensetzten.