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Kaarst: Ulrike Arnold hat mit "Dialogue Earth" ihr Künstlerleben verfilmt

Film im Kaarster Tuppenhof : Künstlerin verfilmt ihr Leben - eine Symbiose aus Erde und Meteoritenstaub

„Dialogue Earth“ ist mehr als eine Verfilmung des Künstlerlebens von Ulrike Arnold. Nach Düsseldorf und Ratingen war der Streifen am Sonntag nun auf dem Tuppenhof in Vorst zu sehen.

„Ulrike, ich möchte über dich einen Film machen, du hast so ein interessantes Leben“: Das sagte Hank Levine (55) zu der aus Düsseldorf stammenden Künstlerin Ulrike Arnold. Die 69-jährige Meisterschülerin von Professor Klaus Rinke hatte den Regisseur und Filmemacher, dessen Dokumentarfilm „Waste Land“ für einen Oscat nominiert war, im Flugzeug kennengelernt. 15 Jahre später war es dann so weit: „Dialogue Earth“ heißt der Streifen, der mehr ist als die Verfilmung eines Künstlerlebens. Am Sonntag war der Film nach Düsseldorf und Ratingen auf dem Tuppenhof in Vorst zu sehen.

Das Besondere an den Werken von Ulrike Arnold: Ihre großformatigen Bilder baut sie im Wesentlichen auf aus Erden, die sie in aller Welt aufspürt – und aus dem Staub von Meteoriten. Diese Verbindung von Himmel und Erde dürfte ein Alleinstellungsmerkmal sein. Der Film ist unbedingt sehenswert – selbst für Menschen, die mit Kunst nicht viel am Hut haben. In ihm wird beispielsweise die Geschichte einer Pfarrerstochter aus Düsseldorf erzählt, die sich selbst verwirklichen möchte, die es in die große weite Welt hinauszieht. Eine, die ihren Job als Kunstlehrerin an einer Knabenrealschule in Hilden aufgibt, auf jede wirtschaftliche Sicherheit verzichtet, sich gegen ihren durchaus nicht unautoritären Vater durchsetzt. Die Künstlerin, die Einsamkeit als „Zweisamkeit mit der Natur“ definiert, wird in „Dialogue Earth“ von keinem Geringeren als Dennis Hopper gelobt: „Sie ist richtig gut.“ Tolle Bilder aus der Vogelperspektive steuerte ihr Lebensgefährte Victor van Keuren mit seiner Drohne bei. Ulrike Arnold regt sich richtig auf als Umweltschützerin, die ein Atelier in Utah hat: Sie beklagt, dass Präsident Trump große Teile der naturbelassenen beeindruckenden Landschaft in ihrem Umfeld aus kommerziellen Zwecken opfert. Die Frau, die immer ihrem Herzen folgt, achtet aber strikt darauf, dass keine (Gefühls)-Wallungen in ihre Kunst einfließen und sie verfälschen.