„Ich versuche, zu helfen, wo es geht“ Ukrainische Journalistin nach Kaarst geflüchtet

Vorst · Natalia Vitiuk ist aus der Ukraine nach Deutschland geflohen und in Kaarst in einer Gastfamilie untergekommen. Von dort aus kämpft die Journalistin weiter für ihre Landsleute und gegen die russische Propaganda.

 Natalia Vitiuk hilft ihren ukrainischen Landsleuten auch von Deutschland aus. Über Telegram hält sie Kontakt zu ihrer Wohltätigkeitsorganisation und versucht, die Wahrheit über den Krieg zu vermitteln.

Natalia Vitiuk hilft ihren ukrainischen Landsleuten auch von Deutschland aus. Über Telegram hält sie Kontakt zu ihrer Wohltätigkeitsorganisation und versucht, die Wahrheit über den Krieg zu vermitteln.

Foto: Wolfgang Walter

Die Tränen laufen Natalia Vitiuk über das Gesicht, als sie über die schrecklichen Dinge erzählt, die in der vergangenen Woche in der Ukraine geschehen sind – und über die in den Medien nicht berichtet wird. Über die 144 Kinder, die nach Informationen von Vitiuk allein am vergangenen Donnerstag getötet wurden. „Wie sollen die Eltern und Großeltern denn jetzt weiterleben?“, fragt sie. Über den Messenger „Telegram“ hält sie täglich Kontakt zu Journalisten und Fernsehsendern in der Ukraine und wird dort mit Informationen versorgt. Die 33-Jährige stammt aus Kiew, arbeitete dort für das Radio und Fernsehsender, ehe sie einen Job als Marketing Managerin übernahm. Sie hatte ein gutes Leben – das nun jäh zerstört wurde. Seitdem der Krieg ausgebrochen ist, arbeitet Vitiuk wieder als Journalistin, um den Menschen die Wahrheit über den Krieg zu vermitteln. „Wir arbeiten Tag und Nacht, helfen bekannten Kriegsberichterstattern in der Ukraine“, erklärt sie.