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Kaarst: Ukraine-Café zieht teilweise ins Pfarrzentrum Vorst um

Angebot für Flüchtlinge in Vorst : Ukraine-Café zieht montags bis donnerstags ins Pfarrzentrum

Viele geflüchtete Menschen kommen weiterhin vorbei. In Zukunft soll möglicherweise die Fläche des Testzentrums zusätzlich genutzt werden.

Das Ukraine-Café in den Räumen der früheren Sparkassen-Filiale in Vorst erfreut sich bei den geflüchteten Menschen weiterhin großer Beliebtheit. „Wir waren schon kurz davor, Menschen abweisen zu müssen“, erklärt Daniel Görnert vom Conradius Krankenfahrdienst, der das Café gemeinsam mit der Katholischen Frauengemeinschaft Vorst (kfd) initiiert hat. Um noch mehr Menschen an der Veranstaltung teilhaben zu lassen, wird das Ukraine-Café von montags bis donnerstags umziehen: Schon ab dem kommenden Montag steht das Pfarrzentrum in Vorst für die aus der Ukraine geflüchteten Menschen bereit. Gleichzeitig gelten an diesen Tagen neue Öffnungszeiten: Das Ukraine-Café hat dann von 9.30 bis 14 Uhr geöffnet.

Für die Flüchtlinge aus der Ukraine – die meisten sind Frauen und Kinder, weil ein Großteil der Männer in ihrem Heimatland geblieben sind, um ihr Land vor der russischen Armee zu verteidigen – ist das Ukraine-Café eine „tolle Sache“, wie Görnert sagt: „Sie fühlen sich hier sehr wohl.“ Manche würden nur zum Frühstück kommen, einige blieben länger, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und nicht alleine zu sein. Eine Mitarbeiterin des benachbarten Rewe-Supermarktes kommt hin und wieder als Übersetzerin hinzu, ansonsten klappt die Verständigung auf Englisch. Wenn gar nichts mehr geht, werden die Hände und Füße genutzt. Görnerts oberstes Ziel mit dem Ukraine-Café war es, dass die aus ihrem Heimatland Vertriebenen auf Menschen treffen, die das gleiche Schicksal erlebt haben. „Gerade für Menschen, die alleine nach Deutschland gekommen sind, ist es wichtig, jemanden zu treffen, der die gleiche Sprache spricht“, sagt Görnert. Für die Flüchtlinge sei das „lebensnotwendig“. Das Ukraine-Café wird so lange aufrecht erhalten, wie es notwendig ist. „Wenn das Testzentrum irgendwann einmal weg ist, machen wir das Café auf zwei Etagen. Ich bin persönlich von dem überzeugt, was wir hier machen“, sagt Görnert. Die kostenlosen Tests laufen übrigens vorerst bis Ende Mai weiter.