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Kaarst: Trost-Video für ausgefallenes Martinsfest

Event im Kaarster Stadtpark : Trost-Video für ausgefallenes Martinsfest

Im Stadtpark ist doch noch der St. Martin geritten, während die Schülerin Luisa Leßmann seine Geschichte vorlas. Das Event wurde auf Video festgehalten und wird am Mittwoch ab 18 Uhr im Internet zu sehen sein.

Wie viele Traditionsveranstaltungen fallen in diesem Jahr coronabedingt auch die Martinszüge aus. Als kleines Trostpflaster wurde am Sonntag nach Einbruch der Dunkelheit ein kurzer Film auf der Anhöhe des Stadtmitteparks gedreht, der ab Mittwoch, 18 Uhr, bei Facebook, Instagram und dem Youtube-Kanal der Stadt Kaarst zu sehen sein wird. Reinhard Breil vom Kaarster Martinsverein stand die Freude darüber ins Gesicht geschrieben. Kulturmanager Dieter Güsgen hatte den „Prinzenstuhl“, dem sein Sohn längst entwachsen ist, zur Verfügung gestellt: Dort nahm Luisa Leßmann ein mit silberner Schutzfolie versehenes Buch zur Hand und las die Martinsgeschichte vor.

Christian El Arguioui schlüpfte in die Rolle des Aufnahmeleiters, führte die Kameras, bat die Unbeteiligten um Ruhe. Viele der Akteure kennen sich aus der Kaarster Schützenbruderschaft. Alexander van der Zee war eigentlich als Bettler vorgesehen, sagte seinen Auftritt aber ab. In die Bresche sprang Hermann Lehnen. Wie bei einem Dreh üblich, musste er Wartezeiten in Kauf nehmen. Die nutzte er, um seine Kleidung gegen ein Outfit aus Stoff zu tauschen, das aus Säcken gefertigt zu sein schien. Je länger er warten musste, umso kälter es wurde, desto leichter dürfte es ihm gefallen sein, seinen Text zu sprechen: „Hilfe, Hilfe, ich habe Hunger und mir ist so kalt.“ Lehnen ist bei den Kaarster Sebastianern Adjutant von General Klaus Gehlen, beim Sankt Martinszug schlüpft er normalerweise in die Rolle des Knappen. Und General Klaus Gehlen, der auch in normalen Zeiten den Sankt Martin verkörpert hätte, kam aus der Dunkelheit herangeritten. Er hörte sich die Probleme des Bettlers in aller Ruhe an und dann kam es ruckzuck zur legendären Mantelteilung. Für Pferd Stuart vom Reitstall Bierewitz war es ein kurzer und stressfreier Auftritt. Schnell ging es im geräumigen Transporter in den heimischen Stall.

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Wie ein riesiger strahlender Finger wirkte der Strahl, den ein geliehener „Skytracker“ in den Himmel streckte. Dafür spendierte Dieter Güsgen Starkstrom aus der städtischen Steckdose am Bürgerhaus. Reinhard Breil, der sich die Inbetriebnahme dieser Lichtmaschine hatte genehmigen lassen, hatte wie gewünscht 30 Minuten vor der Inbetriebnahme bei der Flugsicherung angerufen – leider kam keine Verbindung zustande. Sascha Loquingen von „TopEventz“ steuerte den Nebel bei, der aus einer Maschine quoll und die Wirkung des „Skytrackers“ noch verstärkte. Das Gerät kam übrigens bei der Ersatzveranstaltung des Martinszuges in Driesch zum Einsatz und wird am Dienstag in Holzbüttgen und am Mittwoch in Vorst für einen unübersehbaren Fingerzeig sorgen.