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"Kaarst Total": Klimainitiative wünscht sich Stadtfest ohne Plastikmüll

„Kaarst Total“ : „Kaarster for Future“ wünschen sich Stadtfest ohne Plastikmüll

Die Klimainitiative „Kaarster for Future“ fordert für die Zukunft ein Verbot von Einwegbesteck, Einwegflaschen und Einwegverpacken für das Stadtfest „Kaarst Total“.

Das Stadtfest „Kaarst Total“ kehrt nach der Corona-Zwangspause am ersten Wochenende im September (2. bis 4.) mit einem vollen Programm auf drei großen Bühnen zurück in die City. Die Klimainitiative „Kaarster for Future“ hofft darauf, dass die Besucher nicht so viel Müll hinterlassen. „Das Fest verspricht für viele Menschen ein tolles Erlebnis zu werden. Schöner wäre es aber noch, wenn wir alle feiern könnten, ohne Berge von Einwegverpackungen zu hinterlassen,“ erklärt die Initiative in einer Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt. „Das diesjährige Stadtfest sollte das letzte ohne Mehrweggebot sein“, fordern die Klimaschützer.

Alle Beteiligten sollten sich nach der Veranstaltung daran machen, das nächste „Kaarst Total“ unter Vermeidung von Einwegverpackungen zu planen, wünscht sich die Initiative weiter. „Einwegverpackungen verschwenden wertvolle Ressourcen, produzieren Müll und verschärfen die Klimakrise“, erläutert Brigitte Rüter vom Lenkungskreis der Klimainitiative. „Wir wünschen uns deshalb künftig ein abfallarmes Kaarst Total mit Mehrweggeschirr, ohne Einwegbesteck und Einwegflaschen. Wir fordern die Stadt auf, entsprechende Auflagen für das nächste Jahr zu erlassen“, so Rüter weiter. Viele Städte würden mittlerweile auf ein Mehrweggebot bei Veranstaltungen setzen und auf diese Weise dem Klima helfen. Diesen Weg sollte auch Kaarst gehen, ergänzt Petra Graute-Hannen. Plastik habe verheerende Folgen für das Meeresökosystem, da Mikroplastik und toxische Bestandteile von Meerestieren aufgenommen würden und schließlich auch auf unseren Teller gelangten.

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Anfang August war bekannt geworden, dass die Deutsche Umwelthilfe die Stadt Kaarst auffordert, gegen die Flut von Einwegverpackungs-Müll vorzugehen. Ganz im Sinne der Initiative. „Wir unterstützen die Forderung der Deutschen Umwelthilfe nach einem Mehrweggebot für öffentliche Veranstaltungen. Bis Kaarst Total 2023 sollte die Stadt so weit sein“, hofft Brigitte Rüter.