Kaarst Total 2018: Milow war Stargast beim Stadtfest

20. Stadtfest in Kaarst mit Stargast Milow: „Kaarst Total“ – ein Stadtfest der Superlative

Mehr als 100.000 Menschen strömten am Wochenende nach Kaarst. Nicht wenige kamen, um den Stargast Milow zu sehen.

Viele Menschen, es dürften etwas über 100.000 gewesen sein, feierten am Wochenende friedlich-fröhlich „Kaarst Total“. Und am Samstagabend, als mit Milow mal wieder ein echter Weltstar auf der Sparkassen-Bühne auftrat, war das Gedränge so groß wie noch nie. Kein Wunder, dass der Initiativkreis „Kaarst Total“ um Sascha Hermans-Thun mehr als zufrieden war.

War alles glattgelaufen? Nicht ganz: Ein Linienbus hatte die Absperrungen missachtet und eine Crêpes-Bude touchiert. Das voll besetzte Fahrzeug wurde aus dem Publikumsbereich gelotst, es kam niemand zu Schaden. Ansonsten verlief alles planmäßig, und das bei allerschönstem Spätsommerwetter.

Schon zur offiziellen Eröffnung, als Moderator Dirk Reuter „alles, was Rang und Namen hat“ auf die Bühne holte und Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus das erste Bierfass anschlug, mangelte es nicht an Besuchern. Bereits am Freitagabend ging es auf der Bühne los: Die Marius-Westernhagen-Coverband lockte ein großes Publikum an. Genau einen Tag später hatte am gleichen Ort die Partyband „Inferno“ einen schweren Stand.

Das lag an Milow, der – als Stargast zu 20 Jahre „Kaarst Total“ – zeitgleich vor dem Rathaus auftrat. „Milow macht ja eher seichte Sachen, und ich hatte schon die Befürchtung, dass keine rechte Stimmung aufkommt“, gestand Kulturmanager Dieter Güsgen tags drauf. Er hatte aber am Samstag schnell erkannt, dass seine Skepsis völlig unbegründet war. Milow begeisterte sein Publikum von der ersten bis zur letzten Minute. Und der Sound war glasklar. Ein imposantes Bild: Die dicht gedrängte Menschenmenge reichte bis zum Kreisverkehr, Hunderte Handys mit eingeschalteter Taschenlampen-Funktion wurden geschwenkt. Gleich danach noch ein Spektakel: das große Feuerwerk.

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„Kaarst Total“ ist sehr facettenreich. Die Oldtimer-Schau vor und neben der Pfarrkirche St. Martinus war wieder ein Publikumsmagnet. Gerd Schulten aus Grevenbroich, der bis vor sieben Jahren als selbständiger Optiker an der Matthias-Claudius-Straße arbeitete, ließ sein Schmuckstück, einen silbernen Mercedes 190 SL mit roten Ledersitzen, keine Sekunde aus den Augen. Ältestes Fahrzeug war ein schwarzer Chevrolet von 1923. Präsentiert wurden die Oldtimer vom Kaarster Autohaus Pastor Thieler, das einen dunkelgrünen, älteren Mercedes zum Besprühen mit Farben freigegeben hatte. Das Auto soll noch durch den TÜV und wird dann zugunsten von „It’s für Kids“, einem Verein für missbrauchte und vernachlässigte Kinder, versteigert.

Die Kaarster Soroptimisten boten gebrauchte Bücher an. Sylvia Vogelsang erklärte dazu: „Der Erlös – bisher waren es immer etwas über 1000 Euro – kommt unter anderem dem Kunstcafé EinBlick zugute.“ Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass Kaarst Total keine rein kommerzielle Veranstaltung ist.

Eine tragende Säule war einmal mehr der Sport. Die SG Kaarst hatte zum 16. Mal den Kaarst-Total-Lauf organisiert – mit mehr als 300 Startern. Thomas George von der Boxsportabteilung der SG Kaarst wunderte sich, mit welcher Begeisterung auch Mädchen auf die Boxbirne einschlugen. „Gut für den Aggressionsabbau“, sagte er. Vielleicht lag es ja auch an dieser Boxbirne, dass es auf dem XXL-Stadtfest friedlich zuging.

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