Haushaltskonsolidierung in Kaarst Ticketvorverkauf im Rathaus soll eingestellt werden

Kaarst · In einem Haushaltsbegleitbeschluss fordert die schwarz-grüne Koalition, die Vorverkaufsstelle im Rathaus für das Kabarettprogramm zu schließen. Rund 30.000 Euro sollen so eingespart werden.

 Die Tickets für die Kabarettveranstaltungen im Albert-Einstein-Forum sollen künftig nicht mehr im Rathaus erworben werden können.

Die Tickets für die Kabarettveranstaltungen im Albert-Einstein-Forum sollen künftig nicht mehr im Rathaus erworben werden können.

Foto: Leslie Barabasch

Zwar hat die Kulturausschussvorsitzende Dagmar Treger im Wirtschafts-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss kein Stimmrecht, da sie kein Mitglied in diesem Gremium ist. Doch am Donnerstag hob sie bei einer Abstimmung demonstrativ trotzdem die Hand. Dabei ging es um einen Haushaltsbegleitbeschluss von CDU und Grünen, in dem sie fordern, die Buchung von Kabarett- und Kleinkunstveranstaltungen künftig nur noch über das Online-Tickerportal Reservix laufen zu lassen und die Vorverkaufsstelle im Rathaus zu streichen. Zudem, erklärt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dominik Broda, könnten die Tickets in örtlichen Geschäften wie einer Buchhandlung verkauft werden. „Der Kartenverkauf von städtischen Mitarbeitern ist nicht mehr zeitgemäß und soll auf das Ticketportal umgestellt werden“, so Broda. Damit könnte die Stadt im Zuge der Haushaltskonsolidierung mindestens 30.000 Euro einsparen. Im Vergleich zu den zuletzt kolportierten Summen für die Rathaussanierung oder die neue Grundschule Stakerseite erscheint diese Summe als geradeu lächerlich. Aber, so Broda: „Wenn man über Konsolidierung spricht, muss man Dinge hinterfragen. Das haben wir getan.“ Für Dennis Oscheja (CDU) ändert sich eigentlich nicht viel – nur, dass die Tickets nicht mehr im Rathaus, sondern im Einzelhandel verkauft werden. „Das kann auch Synergieeffekte für die Einzelhändler zur Folge haben“, sagt er. Es sei zwar nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“, was die Konsolidierung angeht, „aber es ist ein Punkt von vielen, die wir anpacken müssen“, erklärt Oscheja. Die CDU wolle die Stadt „nicht kaputt sparen“ und alles daran setzen, dass die Wirtschaftsförderung die leer stehenden Grundstücke vermarktet, um die Einnahmen zu steigern. „Dann müssen wir solche Dinge künftig nicht mehr anpacken“, sage der finanzpolitische Sprecher der Christdemokraten.