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Kaarst: Thomas de Maiziére hält Vortrag für die VHS

Angebot in Kaarst : De Maiziére hält Vortrag für VHS

Der CDU-Politiker und frühere Bundesminister wird in der Reihe „Dialog Zukunft“ auftreten – auf eigenen Wunsch in einem Online-Format.

Die VHS Kaarst-Korschenbroich hat für ihre Vortrags-Reihe „Dialog Zukunft“ einen prominenten Politiker engagieren können. Am 26. April wird der frühere Innenminister Thomas de Maiziére zum Thema „Innenansichten in höchste Führungsämter – die wichtigsten Regeln guten Führens“ referieren. Allerdings wird der Vortrag nicht wie gewohnt in der Rathaus-Galerie stattfinden, sondern auf Wunsch von de Maiziére nur in einem Online-Format. Auf welcher Plattform er spricht, steht noch nicht fest.

„Das Projekt finden wir toll“, sagt VHS-Leiter Karl-Heinz Kreuels. Die Zuschauer sind aufgefordert, über ihre Endgeräte (PC, Laptop, Smartphone oder Tablet) während des Vortrags Fragen an den Referenten einzureichen. „Eine Veranstaltung mit einem solchen Prominenten ist eine gute Gelegenheit, Erfahrungen für solche digitalen Formate zu sammeln“, so Kreuels. Den Wunsch nach einem digitalen Vortrag sei die VHS gerne nachgekommen. „Wir wollen den Leuten etwas bieten und ein richtiges Online-Event daraus machen“, blickt Kreuels voraus. In seinem Vortrag wird der CDU-Politiker, der von 2009 bis 2011 und von 2013 bis 2018 Innenminister sowie von 2011 bis 2013 Verteidigungsminister war und seit 2009 im Bundestag sitzt, einen Einblick in die Entscheidungsmechanismen in herausgehobenen Positionen geben. Er blickt hinter die Kulissen von Wirtschaft und Politik, zeigt Zusammenhänge auf und stellt eingefahrene Vorstellungen in Frage. Der Online-Vortrag soll am 26. April (Montag) stattfinden. Selbst, wenn bis dahin wieder Präsenzveranstaltungen möglich sein sollten, wird de Maiziére den Vortrag im Netz halten. „Wenn er es schon vorschlägt, wollen wir auf ein digitales Event hinarbeiten“, sagt Kreuels.

Für den Fall, dass die Landesregierung über Nacht grünes Licht für eine Wiedereröffnung der VHS gibt, wollen Kreuels und sein Team vorbereitet sein. „Wenn es wieder losgeht, schreiben wir unsere Teilnehmer direkt an und sagen, dass sie wieder kommen können“, erklärt er. Viele Mitglieder vermissen den persönlichen Kontakt, auch wenn derzeit alle Kurse online weiterlaufen. „Ich denke auch, dass von uns erwartet wird, dass wir sofort wieder parat stehen“, so Kreuels. Die VHS hat trotz der Pandemie ein Programmheft gedruckt. Das einzige Problem ist die Auslieferung. „Ich mache mir Sorgen, dass wir die Hefte nicht verteilt bekommen“, sagt Kreuels.

Daher hat die VHS entschieden, die Programmhefte ausnahmsweise durch einen externen Dienstleister verschicken zu lassen. Der Vorteil an dem gedruckten Programmheft: Beim Durchblättern werden die Bürger auf Kurse aufmerksam, die sie bei der Suche im Internet nicht finden würden. Neu im Programm sind beispielsweise ein Bierbrau-Kursus, Kochkurse und eine Weinverkostung. Ob diese aber auch angenommen werden, wenn Präsenzkurse wieder erlaubt sind, weiß Kreuels noch nicht. „Da bin ich ein bisschen skeptisch“, sagt er. Das komplette Kurs-Programm ist zudem auf der Homepage der VHS (www.vhs-kk.de) zu finden.