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Kaarst: Taufgottesdienst am Kaarster See

Angebot in Kaarst : Taufgottesdienst am Kaarster See

Auf bunten Decken und Klappstühlen machten es sich die Familien bequem, um der Feier beizuwohnen. 17 Täuflinge aus Kaarst und 19 aus Neuss empfingen die Taufe.

„Welch wunderbarer Morgen“, fasste Pfarrer Martin Pilz die zugleich gelöste und andächtige Atmosphäre beim Taufgottesdienst der evangelischen Kirche am Kaarster See zusammen. Zum fünften Mal fand ein Taufgottesdienst an diesem besonderen Ort statt. 17 Täuflinge aus Kaarst und 19 aus Neuss empfingen die Taufe durch die Pfarrer Martin Pilz, Annette Marianne Begemann, Maike Neumann und Ralf Düchting aus Kaarst, aus Neuss waren Katrin Jabs-Wohlgemuth und Jörg Zimmermann aktiv.

Die Tauffamilien ließen sich auf bunten Decken nieder oder hatten Klappstühle mitgebracht. Bei zwei Treffen hatten sie sich auf die Taufe vorbereitet: Einmal inhaltlich, beim anderen Mal wurden die Taufkerzen gemeinsam gestaltet, berichtet Pfarrerin Maike Neumann. Ein bisschen Aufregung gehörte dazu: Jacky Käther (10) wartete mit ihrer Oma Regina Käther-Kitzing gespannt auf die Zeremonie. Natürlich durfte ein neues Outfit nicht fehlen: Jacky zeigte stolz ihr neues Sommerkleid samt passender Kette und Haarschmuck. Familie Spiegel erlebte die zweite Taufe im Kaarster See: Nachdem schon Tochter Frieda (6) vor zwei Jahren das Sakrament im See empfangen hatte, wurde nun Sohn Emil (4) getauft. Er trug denselben Strohhut wie seine Schwester damals. „Wir lassen unsere Kinder bewusst in dem Alter taufen, damit sie es richtig mitbekommen“, erzählte Mutter Linda Spiegel. Die Atmosphäre am Kaarster See sei total schön, meinte sie – und die Tauffeier draußen sei auch besser in Zeiten von Corona.

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Nach der musikalischen Einstimmung durch den Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Neuss-Süd begann der Gottesdienst mit Gebeten, Liedern, Psalmen und dem Taufevangelium. In ihrer Ansprache wählte Pfarrerin Katrin Jabs-Wohlgemuth das Thema Schwimmen und leitete über zum Bau der Arche Noah. Noah sah nach dem Ende der Sintflut einen Regenbogen am blauen Himmel als Symbol für Gottes Schutz. Diesen Schutz erfährt auch jeder Täufling in der Gemeinschaft der Kirche, in die er nun aufgenommen werde, so die Seelsorgerin. Ihre Kollegin Maike Neumann erinnerte an Jesu Taufe, die ebenfalls in der Natur stattfand: im Fluss Jordan. Dann wurde es ernst: Die Pfarrer zogen ihre Talare an, die Schuhe aus und gingen ein Stück ins Wasser. Grüppchenweise folgten die Tauffamilien und niemandem machte es etwas aus, wenn die Kleidung etwas nass wurde. Die Geistlichen schöpften mit der Hand Wasser, gossen es über die Köpfe der Täuflinge und segneten sie. Es gab auch weltlichen Beistand: Die DLRG wachte über die Abläufe am Strand.