Fraktionen in Kaarst wettern weiter Streit um Stellenplan – Ladeck hat „den Kaffee auf“

Kaarst · In einem gemeinsamen Antrag haben CDU, SPD, Grüne und FDP die Verwaltung im Hinblick auf die Transparenz zum Stellenplan 2019 harsch kritisiert.

Als das Thema im Hauptausschuss auf den Tisch kam, schilderte die Verwaltung noch einmal ihre Sicht der Dinge und erklärte, dass aus den Unterlagen zum Haushalt hervorgehen würde, wie es um den Stellenplan für das kommende Haushaltsjahr steht. Doch das wollten die Fraktionen so nicht auf sich sitzen lassen. Vor allem die CDU pochte auf eine klare Darstellung der einzelnen Posten mit Blick auf die Gehaltsstufen. „Es hat große hauswirtschaftliche Auswirkungen, wenn wir über diesen Stellenplan entscheiden. Wir reden hier über rund 500.000 Euro. Hochgerechnet auf die nächsten 20 Jahre sind das zehn Millionen Euro“, sagte der CDU-Vorsitzende: „Die Sache braucht eine gewisse Transparenz.“ Dem pflichtete SPD-Chefin Anneli Palmen bei. „Ich war irritiert über die Aussage, dass wir es hätten wissen können“, sagte sie.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus verteidigte sich erneut. „Wir haben es als ausreichend angesehen, ihnen das auf diesem Weg mitzuteilen. Richtig ist, dass sie aus den Unterlagen nicht erkennen können, um welche Besoldungsstufen es sich handelt“, sagte Nienhaus: „Wir werden den Fraktionen wie gewünscht bis zum 6. Dezember eine genaue Aufstellung zukommen lassen.“

Sven Ladeck (CDU) wurde deutlich: „Ich habe den Kaffee auf. Ich verstehe es nicht, wie man sagen kann, dass wir auf Seite X nachgucken müssen. Der ganze Stadtrat versteht es nicht“, sagte er und haute dabei auf den Tisch. Das Thema bleibt spannend, Fortsetzung folgt.

(seeg)
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