Hilfe aus Büttgen Startschuss für Umbau von Behindertenwerkstatt in Ruanda

Büttgen · Der Kaarster Carl-Wilhelm Bienefeld ist extra nach Freiburg gefahren, um dort Edouard Sinayobye zu treffen. Mit ihm will er ein Hilfsprojekt in Ruanda besprechen.

 Carl-Wilhelm Bienefeld hat Bischof Edouard Sinayobye getroffen.

Carl-Wilhelm Bienefeld hat Bischof Edouard Sinayobye getroffen.

Foto: Carl-Wilhelm Bienefeld

Sinayobye ist Bischof der Diözese Cyangugu Ruanda und dort unter anderem für das Behindertenzentrum in Urugwiro verantwortlich. Und genau darum geht es bei dem Treffen in Freiburg. „Wir bauen dort ein Zentrum für Mädchen, in dem sie Nähen lernen“, erklärt Bienefeld. Der Religionslehrer ist Vorsitzender des Vereins „LebensZeichenAfrika“, der sich für behinderte Menschen in Afrika und vor allem Ruanda engagiert. Und da der Architekt dieses Behindertenzentrums in Freiburg wohnt, kann Bienefeld direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Seit der zweiten Jahreshälfte 2022 laufen die Planung und konkrete Überlegungen, nach zahlreichen Projekten in Uganda ein erstes Projekt des Vereins in Ruanda auf die Beine zu stellen. Dort bot sich das Centre Urugwiro an, ein Behindertenzentrum, das Unterstützung beim Umbau und der Erweiterung seiner Nähwerkstatt benötigt.

Der Verein wählte das Centre Urugwiro aus und will die Umbauarbeiten sowie die Ausstattung der Nähwerkstatt mit benötigten Nähmaschinen übernehmen. Vergangene Woche wurden die finalen Baupläne überprüft und genehmigt. Damit ist jetzt der Startschuss gefallen, das neue Projekt in Ruanda in die Tat umzusetzen. Mit dem Lions Club Düsseldorf, der bereits das Projekt einer Krankenpflegeschule in Uganda mit Stipendien für sechs Krankenpflegeschülerinnen unterstützte, hat der Verein einen starken Partner an seiner Seite. Der Lions Club Düsseldorf sagte auch für dieses Projekt seine Unterstützung zu. Die Kosten betragen 55.000 Euro. „Das Geld haben wir zusammen“, so Bienefeld.

Behinderte Menschen hätten in Afrika einen ganz schweren Stand. „Sie werden teilweise nicht ernährt“, erklärt Bienefeld. Im nächsten Schritt ist nach der Werkstatt eine Halle geplant, in der Kinder von Montag bis Freitag wohnen und essen können.

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