Der Hoppeditz ist erwacht Kaarst startet in die fünfte Jahreszeit

Kaarst · Zum letzten Mal ist Manfred Brendel am Freitag als Kaarster Hoppeditz erwacht. Die Stimmung in der Rathausgalerie beim Start in den Karneval war ausgelassen, das Programm machte Lust auf die Session.

Kaarst: Sessionseröffnung mit dem Hoppeditz
12 Bilder

Um 11.11 Uhr - Der Hoppeditz erwacht in Kaarst

12 Bilder
Foto: Wolfgang Walter

In der Rathausgalerie erwachte am Freitag um 11.11 Uhr Manfred Brendel zum letzten Mal als Kaarster Hoppeditz. Seinen Rückzug hatte er zuvor angekündigt. Die Veranstaltung in der Rathausgalerie konnte man schon als hoffnungsvolles Lebenszeichen des Karnevals werten. Zwar waren noch nicht ganz so viele Besucher da wie vor der Pandemie, aber insgesamt war es schon ein schöner, närrischer Vormittag.

„Hoppeditz, wach auf“, ertönte es in der Rathausgalerie, während im Treppenhaus des Bürgerhauses Manfred Brendel ein letztes Mal seinen Text durchging. Wer glaubte, er würde zum Schluss altersmilde, der sollte irren. Der Hoppeditz holte zum Rundumschlag gegen die große Politik – und gegen die „kleine“ vor Ort. So sprach er sich vehement gegen den Bau einer mehrstöckigen Parkanlage in der Stadtmitte aus. Und er verlangte mehr Zusammengehörigkeitsgefühl. Besonders lagen ihm die Menschenrechte am Herzen. Auf den Ukraine-Krieg sollte er nicht eingehen. Es war das erste Hoppeditzerwachen in ihrer Funktion als Bürgermeisterin: Ursula Baum mit pinkfarbenem Zylinder und pinkfarbener Glitzerjacke reimte: „Kaarst ist prima aufgestellt, auch wenn es fehlt, das große Geld.“

Wie schnell die Zeit vergeht, merkte man bei der Verabschiedung der Kinderprinzenpaares Cara und Matthias. Der Kinderprinz verriet, dass er in den vergangen drei Jahren 30 Zentimeter gewachsen sei und Cara präsentiert sich als pfiffiger Teenie. „Ich hätte mir keine andere Prinzessin an meiner Seite vorstellen können“, sagte ein charmanter Kinderprinz. Die Tanzmäuse und die Teenie-Garde der Narrengarde Blau-Gold bewiesen schon allein mit ihrer Existenz, dass die Pandemie dem Winterbrauchtum nicht den Todesstoß versetzt hat.

Auch die Anwesenheit der „Band, die keiner kennt“, zeigte, dass Vieles so wie früher war. Prinzenpaare gibt es in dieser Session keine. Kinderprinz Matthias machte Hoffnung: Auf seinem roten Shirt verriet eine Aufschrift, dass er sich in Lauerstellung für das Prinzenamt 2027 befinde. Danny Frimmersdorf und Raffael Leßmann legten ein flottes Kleinkunstprogramm hin.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort