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Kaarst: Stadt verzichtet auch 2021 auf Terrassengebühr

Gastronomie in Kaarst : Kaarst verzichtet auch 2021 auf Terrassengebühr

Auch für dieses Jahr hat die Politik entschieden, dass die Gastronomen im Stadtgebiet keine Terrassengebühr an die Stadt zahlen müssen.

Auch für dieses Jahr hat die Politik entschieden, dass die Gastronomen im Stadtgebiet keine Terrassengebühr an die Stadt zahlen müssen. Der Antrag der schwarz-grünen Koalition wurde einstimmig beschlossen. Bereits im vergangenen Jahr war zumindest für die letzten Monate auf die Terrassengebühr verzichtet worden, um die ohnehin schon gebeutelten Gastronomen nicht noch zusätzlich zu belasten.

Mittlerweile haben die Restaurants und Kneipen seit mehr als drei Monaten geschlossen, viele verzeichnen keine Einnahmen, weil sie keinen Außer-Haus-Service anbieten. „Wir wollten noch einmal ein Zeichen setzen. In den nächsten Wochen soll zuerst wieder die Außengastronomie geöffnet werden in beschränktem Maße. Damit zeigen wir, dass wir alles tun, was wir können, um die Gastronomen zu unterstützen“, begründete Ingo Kotzian, Fraktionsvorsitzender der CDU, den Antrag. Der Verzicht auf die Terrassengebühr belastet den städtischen Etat mit 8000 Euro – im Vergleich zu den Verlusten der Gastronomie ist diese Summe ziemlich gering.

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Michael Schreinermacher, Inhaber von zwei Gastronomie-Betrieben in Kaarst und Vorsitzender der Immobilen- und Standortgemeinschaft Kaarst-Mitte (ISG), bezeichnet den erneuten Verzicht auf die Terrassengebühr als positives Signal, doch das alleine reiche nicht aus. „Wir brauchen wie im vergangenen Jahr Flächen, die nicht konzessioniert sind“, sagt er.

Das heißt: Auch auf Flächen, die den Gastronomen nicht gehören, sollten Tische und Stühle aufgestellt werden dürfen. Dass die Außengastronomie allerdings am 21. März öffnen könne, bezweifelt Schreinermacher stark. „Ich glaube, vor Ende April wird das nichts“, sagt er mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen. Und: Eine Öffnung bei diesem Wetter würde den Kostenapparat ziemlich in die Höhe treiben, es müssten Heizpilze aufgestellt und Personal eingestellt werden. Und das würde sich nicht lohnen.