1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Stadt und SSV unterstützen Vereine bei Hygienekosten

Sport in Kaarst : Stadt und SSV unterstützen Vereine bei Hygienekosten

Die Hygienekonzepte für den Sportbetrieb in Corona-Zeiten kosten Geld. 2020 bekamen die Vereine dabei Hilfe durch den Stadtsportverband. Aber in 2021 wartet schon der nächste finanzielle Kraftakt.

Die Kaarster Sportvereine hatten bis zum Ende des Lockdowns im Frühjahr vorbildliche Hygienekonzepte entwickelt und konnten den Sportbetrieb ab Mitte Mai für ihre Mitglieder oder Beteiligten starten. Allerdings haben diese Anstrengungen Geld gekostet. Nur mit erheblichen Ausgaben für Reinigungs-, Desinfektions- und sonstige Hygienemittel war es möglich, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass unter Corona-Bedingungen Sport getrieben werden konnte und ab Januar auch wieder kann. „Die Kosten für Masken und Hygienemittel waren im Frühjahr sehr hoch“, sagt Axel Volker, Vorsitzender des Kaarster Stadtsportverbandes (SSV).

 Axel Volker ist Vorsitzender des Kaarster Stadtsportverbandes.
Axel Volker ist Vorsitzender des Kaarster Stadtsportverbandes. Foto: Stephan Seeger

In den kommunalen Sportstätten werden die erforderlichen Hygienemittel weiterhin nahezu ausschließlich von der Stadt bereitgestellt. Aber in den vereinsgebundenen Sportstätten wie dem Sportforum Büttgen, dem Gesundheitszentrum der SG Kaarst, den Tennisvereinen und dem Kaarster Segelclub bleiben die jeweiligen Vereine auf den Kosten sitzen. Rund zehn Vereine meldeten sich beim SSV und baten um Hilfe, um die horrenden Kosten zumindest zu bezuschussen.

Axel Volker wandte sich an die Stadt und fragte, ob die im Haushalt verankerten Mittel für die ausgefallene Sportlerehrung 2020 nicht an die Vereine fließen könnten. Und sie konnten. Mit Unterstützung lokaler Kreditinstitute wurden rund 80 Prozent der Hygienekosten der Vereine gedeckt, nur 20 Prozent musste von den Vereinen selbst aufgebracht werden.

Diesen finanziellen Kraftakt kann sich der SSV aber nicht noch einmal leisten, im Jahr 2021 müssen die Vereine wahrscheinlich selbst mit den Kosten klarkommen. Doch die Preise für die Hygienemittel haben sich laut Volker normalisiert, und die Vereine bräuchten auch nicht mehr alles das, was sie zu Beginn der Pandemie angeschafft haben. „Die Vereine wissen selbst, was benötigt wird“, sagt der SSV-Vorsitzende.

Laut Axel Volker waren die Kosten je nach Sportart und Ort unterschiedlich. In Hallen sind beispielsweise andere Kosten angefallen als bei Outdoor-Sportarten wie Fußball. „Wichtig war uns nur, dass die Menschen wieder Sport treiben konnten“, sagt Volker.