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Kaarst: Stadt plant Gewerbeparks am Kaarster Kreuz

Stadtentwicklung in Kaarst : Stadt plant Gewerbeparks am Kaarster Kreuz

Mitte 2020 sollen die neuen Gewerbeparks bezugsfertig sein. Die Stadt möchte vor allem Handwerkern benötigte Flächen anbieten.

„Handwerker bilden das Rückgrat des Mittelstandes“ – mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus die rund 30 Gäste im Bürgerhaus. Dort hat die Stadt über die Pläne zu drei Gewerbegebieten informiert. Wirtschaftsförderer Sven Minth stellte mögliche Flächen vor, auf denen sich der Mittelstand ab 2019 niederlassen können.

Am Platenhof Rund 14.000 Quadratmeter stehen auf der Fläche hinter McDonalds für gewerbliche Zwecke zur Verfügung. Die Stadt plant, Flächen zwischen 800 und 3200 Quadratmetern zu verkaufen. Die maximale Höhe der Gebäude beträgt sechs bis sieben Meter. Die Bodenproben waren in Ordnung, einer Erschließung des Gebiets steht nichts im Weg. Im ersten Quartal 2019 sollen Straßen und ein Wendehammer entstehen, auf denen auch schwere Fahrzeuge fahren können. Der Kaufpreis richtet sich wie bei allen anderen Gebieten, die zum Verkauf stehen, nach dem Bodenrichtwert. Dieser liegt derzeit bei rund 120 Euro pro Quadratmeter. „Allerdings können wir jetzt noch nicht auf den Euro genau sagen, was der Quadratmeter am Ende kostet“, sagte Minth. Der Vertriebsstart für die Flächen am Platenhof ist für den 14. Januar geplant, die Interessenlisten sind ab sofort geöffnet. „Wir wollten zuerst die Kaarster Handwerker informieren, um sie in der Stadt zu halten“, sagte Nienhaus.

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Holzbüttgen-Ost Nahe der A57 entstehen rund 20.000 Quadratmeter Gewerbeflächen. Für dieses Gebiet gibt es allerdings im Gegensatz zum Platenhof noch keinen rechtskräftigen Bebauungsplan. Dieser soll kurz nach Ostern 2019 vorliegen. Mit der Erschließung kann erst im August begonnen werden, weil derzeit noch ein Landwirt Kartoffeln angebaut hat, die geerntet werden müssen. „Wir zünden eine Kerze an, damit es eine frühe und ertragreiche Kartoffelernte gibt“, sagte Minth. Auf dem Gebiet stehen zwei Hochspannungsleitungen, die die maximale Höhe für die Gebäude direkt darunter einschränken. Verbindliche Aussagen dazu kann die Stadt allerdings erst Anfang 2019 machen. Vertriebsstart ist im Mai, der Quadratmeter kostet rund 110 Euro.

Kaarster Kreuz Das größte zu erschließende Gebiet ist zugleich das spannendste: Die Stadt schlägt vor, auf den 350.000 Quadratmetern sogenannte Gewerbeparks zu errichten, in denen mehrere Gewerbe unter einem Dach arbeiten und voneinander profitieren können. Möglich wäre, dass Unternehmen sich in den Gewerbeparks einmieten oder diese als Teileigentum nutzen. Die Stadt hat bereits Investoren im Blick, die nach der Erschließung im Spätsommer 2019 nach potenziellen Partnern suchen sollen. „Gerade für die Pläne am Kaarster Kreuz gibt es zahlreiche interessierte Investoren“, sagte Stadtsprecher Peter Böttner. Mitte 2020 sollen die ersten Gebäude bezugsfertig sein. Am Kaarster Kreuz werden allerdings keine Kleinstparzellen wie am Platenhof angeboten. Erst ab einer Fläche von 1500 Quadratmetern sollen die Flächen verkauft oder vermietet werden. Damit die Unternehmen, die sich für den Standort Kaarster Kreuz entscheiden, ihre gesamte Fläche nutzen können, sollen Parkplätze größtenteils im öffentlichen Raum entstehen. Der Quadratmeterpreis liegt für diese Flächen höher als am Platenhof und in Holzbüttgen-Ost.