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Kaarst: Stadt kündigt Graffiti-Prokjekt am Bruchweg an

Schmierereien an Garage in Kaarst : Stadt kündigt Graffiti-Projekt am Bruchweg an

War es im Sommer der herumliegende Müll, der bei vielen Bürgern und der Politik für Kopfschütteln gesorgt hatte, so steht nun eine mit Graffiti beschmierte Garage an der neuen Sport- und Freizeitanlage am Bruchweg im Fokus. Doch es gibt eine Lösung.

Der Stadt wurden in der vergangenen Woche Schmierereien an der Sport- und Freizeitanlage am Bruchweg gemeldet, Bürgermeisterin Ursula Baum zeigt diese in ihrer aktuellen Ausgabe des Video-Formats „Uschis Woche“. Darin kritisiert sie die unbekannten „Künstler“. „Graffiti. Warum? Ich mag zwar Herzen und man kann auch Fan von Borussia Mönchengladbach sein, aber das ist eine Garage und damit Sachbeschädigung“, sagt Baum und fordert: „Bitte hört auf!“.

Gleichzeitig kündigt sie an, dass die Stadt an genau dieser Garage – übrigens der einzigen, die auf dem Gelände steht – ein Projekt von wirklichen Graffiti-Künstler umsetzen will. Das bestätigte auch Stadtsprecher Peter Böttner auf Nachfrage unserer Redaktion. „Die Stadt wird an dieser Stelle ein Graffiti-Projekt realisieren, um den Jugendlichen einen Platz für Kreativität zu geben, die mit Spraydosen tatsächlich Kunst erzeugen wollen und können“, sagt er. Zu den Schmierereien erklärt Böttner: „Es ist bedauerlich, dass durch Graffiti immer wieder Eigentum beschädigt wird. Diese Schmierereien sind nicht nur dumm, sie können für den Verursacher auch richtig teuer werden.“

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Auch in der Facebook-Gruppe „Du bist Holzbüttger, wenn...“ sind die Schmierereien Thema. Tenor: Graffiti kann schön sein, aber das, was dort an die Garage gesprüht wurde, ist das genaue Gegenteil von schön. „Unglaublich. Wenn da wenigstens etwas Schönes gesprayt wäre“, lautet ein Kommentar. Ein anderer User schreibt: „Und wir hatten schon überlegt, wie lange es dauert bis jemand an die Garage schmiert.“ Mittlerweile wurden die Schmierereien aber in freiwilliger Arbeit von Jugendlichen wieder entfernt.

Bislang war immer das hohe Müllaufkommen ein großes Problem auf der neuen Sport- und Freizeitanlage in Holzbüttgen. Das spricht Baum in ihrem Video-Format nun erneut an. „Das ist eine tolle Anlage, alle zwei Meter steht eine Mülltonne. Leider weiterhin Dreck ohne Ende. Es ist echt unschön“, bemängelt Baum. Vor allem zwischen dem Kleinspielfeld und der Pumptrack-Anlage, wo die überdachte Sitzmöglichkeit zur Verfügung steht, sehe es schlimm aus. Das Müll-Problem besteht seit der Eröffnung der Anlage im vergangenen Juni.