Stadtmittesee in Kaarst Stadt kämpft weiter gegen Blaualgen

Kaarst · Aktuell wird dem Stadtmittesee mittels einer Pumpe Sauerstoff zugeführt. Eine kurzfristige Lösung des Problems scheint allerdings nicht in Sicht. Das sind die Gründe.

 Die Stadt hat rund um den See Hinweisschilder aufgestellt, den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden.

Die Stadt hat rund um den See Hinweisschilder aufgestellt, den Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden.

Foto: Stephan Seeger

Nach wie vor macht eine Blaualgen-Plage den Kaarster Stadtmittesee unsicher. Mit Warnschildern, die im Bereich des Parks aufgestellt sind, wo der See nicht abgesperrt werden kann, macht die Stadt auf die Gefahr, die von den Bakterien ausgehen, aufmerksam. „Achtung Blaualgen! Bade- und Trinkverbot. Direkten Kontakt mit dem Wasser vermeiden. Dies gilt auch für Hunde“, steht auf den Schildern, die rund um den See mit Panzerband an Leitbaken aufklebt sind.

Aktuell prüft die Stadt nach eigenen Angaben einige Maßnahmen, um gegen die Vermehrung der Blaualgen vorzugehen und die möglichem ökologischen Folgen für den Stadtparksee abzumildern. „Als Akutmaßnahme wird dem See aktuell weiterer Sauerstoff mit einer Pumpe zugeführt, auch um den Sauerstoffgehalt für die im See lebenden Tiere und Organismen zu erhöhen und stabilisieren“, teilt Stadtsprecher Jerome Busch auf Anfrage unserer Redaktion mit. Mit dieser und mit den geplanten Maßnahmen, über die die Stadt keine Einzelheiten verrät, soll dem Problem in den „kommenden Monaten und Jahren begegnet werden“, wie es weiter heißt. Es scheint also, als sei eine kurzfristige Lösung nicht in Sicht.

Die Vermehrung der Blaualgen – auch unter dem Begriff Cyanobakterien bekannt – ist auf ein hohes Nährstoffaufkommen im See zurückzuführen. Für Aufkommen in dem relativ flachen See verantwortlich sind der Kot der im See lebenden Tiere wie Enten oder Fische, Einträge von außerhalb beispielsweise durch Laub und Abträge durch Erosion. „Durch dieses Nährstoffaufkommen und die akute hohe Sonneneinstrahlung und Hitze wird das schnelle Wachstum der Blaualgen besonders begünstigt“, erklärt Busch. Für Menschen sind Blaualgen nicht ungefährlich, bei Kontakt können die Bakterien Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot hervorrufen.

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