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Kaarst: Stadt gut vorbereitet auf Flüchtlinge aus der Ukraine

Kaarst setzt auf Erfahrungswerte : Stadt gut vorbereitet auf Ukraine-Flüchtlinge

Die Stadt Kaarst ist bereit für die Flüchtlinge aus der Ukraine. Bürgermeisterin Ursula Baum ist beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Kaarster Bürger.

Die Stadt Kaarst ist bereit für die Flüchtlinge aus der Ukraine: Bislang haben ich rund 110 Menschen in der Stadt gemeldet, wobei viele Familien allerdings vorerst bei Verwandten oder Freunden untergekommen sind. Die Stadt rechnet also mit einer höheren Zahl an ukrainischen Flüchtlingen. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sich die Stadt Kaarst auf eine Flüchtlingswelle vorbereitet, Bürgermeisterin Ursula Baum hat mit ihrem Team viele Hebel in Bewegung gesetzt, die Solidarität in der Stadt ist schier grenzenlos. Die  Hilfsbereitschaft der Kaarster beeindruckt die Bürgermeisterin: „Praktisch seit Kriegsausbruch erreichen uns in der Verwaltung und mich persönlich jeden Tag zahlreiche Hilfsangebote. Uns werden Wohnungen und ganze Häuser angeboten, Sachspenden und Geld. Diese Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität macht mich stolz. Genau das brauchen wir auch, um diese Krise zu meistern.“

Dabei helfen die Erfahrungen der Flüchtlingswelle im Jahr 2015/2016, bewährte Prozesse von damals wurden teilweise wieder aktiviert, eine zentrale Koordinierung für die Bearbeitung der Hilfsangebote und deren Weiterleitung eingerichtet. So finden Flüchtlinge und Helfer auf der Webseite der Stadt einen Wegweiser auf ukrainisch und deutsch. Darin sind die wichtige Informationen und Kontaktmöglichkeiten aufgelistet. Die Seite www.kaarst.de/ukrainehilfe wird ständig aktualisiert.

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Insbesondere die Frage der Unterbringung wird in den kommenden Woche eine Herausforderung bleiben. „Wenn Sie uns Wohnraum anbieten wollen, dann nutzen Sie bitte das Formular auf der städtischen Webseite. Wir kommen gerne auf Sie zurück. Sammelunterkünfte wollen wir für Familien mit kleinen Kindern vermeiden“, richtet sich Baum an die Bürger.

Olaf Kretzschmar, Leiter des Sozialamtes, ist mit seinem Team erster Ansprechpartner für die Flüchtlinge. Im Rathaus und auf Flyern gibt es wichtige Hinweise immer auch in ukrainischer Sprache. Kretzschmar macht deutlich, dass die Anmeldung der geflüchteten Personen von besonderer Bedeutung ist: „Ukrainische Staatsangehörige können sich mit einem gültigen Visum oder Ausweispapieren bis zu 90 Tagen visumsfrei im Bundesgebiet aufhalten“, sagt er.

Flüchtlinge sollten sich unbedingt zunächst im Bürgerbüro der Stadt Kaarst anmelden. Anschließend könne eine Erlaubnis zu einem weiteren Aufenthalt bei der zuständigen Ausländerbehörde eingeholt werden. „Die Anmeldung bei uns ist wichtig, um die medizinische Versorgung, die Auszahlung von Sozialleistungen, Wohnraum, Schule und Kinderbetreuung sicherzustellen“, erläutert Kretzschmar.