700 bis 800 Besucher im Jugendzentrum Holzbüttgen Spieleausstellung lockt viele Besucher nach Holzbüttgen

Holzbüttgen · „Azul“ heißt das Kinderspiel des Jahres. Es durfte auf der Spieleausstellung am Wochenende im Jugendzentrum Holzbüttgen natürlich nicht fehlen. Dass dort alle „Spiele des Jahres“ der vergangenen 25 Jahre ausgestellt wurden, hatte einen guten Grund: Die Spieleausstellung gibt es seit einem Vierteljahrhundert.

Peter Laumen, der damalige Leiter der Einrichtung hatte die Idee. Ob er geahnt hat, dass auch 25 Jahre später immer noch gespielt werden würde?

Die Spieleexpertin im JC Holzbüttgen heißt mittlerweile Sandra Reimann. Die 32-Jährige erklärte, dass Spiele ganz ohne Konsole oder PC längst noch keine Auslaufmodelle seien: „In 2018 sind ziemlich genau 100 neue Spiele auf den Markt gekommen.“ Fast noch beeindruckender: Sandra Reimann kennt die Spielregeln von 85 bis 90 dieser Spiele. Sie gibt aber zu, dass sie zwei Monate lang damit beschäftigt war, um das zu erreichen. Immerhin wurden die Mühen wieder belohnt: Die üblichen Besucherzahlen – zwischen 700 und 800 – wurden trotz der vielen Weihnachtsmärkte wieder erreicht.

Eine der ältesten Besucherinnen und Mitspielerinnen war Maria Orlowski mit ihren 85 Jahren – die Großmutter von Sandra Reimann interessierte sich unter anderem für Spiele, die man zur Not auch alleine spielen kann. Den Besuchern standen rund ein Dutzend Ehrenamtler als Ansprechpartner zur Verfügung – alle mit umfassenden Spiele-Kenntnissen. Einer von ihnen: René Reimann, die „bessere Hälfte“ von Sandra Reimann. Das Lieblingsspiel des Physikers: „Abalone – das ist ein Strategiespiel für zwei Personen.“ Konfirmanden machten sich in der Cafeteria nützlich und sammelten gleichzeitig „Sozialpunkte“.

Es scheint so, als sei die Spieleleidenschaft ansteckend. Ein gutes Beispiel ist die Familie Stark aus Kaarst. Mutter Tina spielte am Samstag mit ihrem Sohn Joshua unter anderem „Panic Mansion“. „Wir sind Hardcore-Brettspieler, mein Mann Markus und mein Sohn mögen die schweren Spiele“, erklärte Tina Stark. Was ihr im JC Holzbüttgen so gefällt: „Hier findet man auch Spiele von kleineren Verlagen, die eher selten sind.“

Übrigens: Im Holzbüttger Jugendzentrum am Lindenplatz stehen rund 1.500 Spiele zur Ausleihe zur Verfügung – reichlich „Stoff“ für lange, dunkle Winterabende.

(barni)
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