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Kaarst: SPD fordert Vorgartensatzung im Stadtgebiet

Schottervorgärten in Kaarst : SPD will Satzung für Vorgärten einführen

Die Kaarster SPD fordert eine Vorgartensatzung für die Stadt. Dies ist Inhalt eines Antrags zum nächsten Ausschuss für Mobilität, Umwelt, Klimaschutz und Landwirtschaft (MUKL) am 30. August.

„Die Einrichtung von sogenannten Schottergärten, also Vorgärten, die hauptsächlich mit Steinen statt mit Pflanzen bedeckt sind, nimmt auch in Kaarst immer mehr zu“, erklärt Gereon Schüller, umweltpolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. „Dies mag zwar auf den ersten Blick pflegeleicht sein, geht aber zu Lasten des Mikroklimas, der Artenvielfalt und der Versickerungsfähigkeit“, sagt Schüller weiter.

In zahlreichen Sitzungen sei das Thema bereits zur Sprache gekommen. „Die Verwaltung hat sich stets darauf berufen, dass die Regelungen in Kaarst hierzu nicht klar sind. Andere Städte sind hier sehr viel weiter“, führt die Fraktionsvorsitzende Hildegard Kuhlmeier weiter aus. Mit einer klaren Satzung, die die Bepflanzung und Wasserdurchlässigkeit festlegt, soll bei diesem Thema endlich Klarheit geschaffen werden, fordern die Sozialdemokraten.

Die SPD nennt in ihrem Antrag Königswinter als Beispiel, die als eine der ersten Städte von den Regelungen der Landesgesetzgebung Gebrauch gemacht haben. Auch sollen entsprechende Vorgaben in die Bauleitplanung aufgenommen werden, sodass bei Neubauten erst gar keine Schotterwüsten entstehen.

Die Stadt fördert bereits die Begrünung unter anderem von Vorgärten mit bis zu 500 Euro.

(NGZ)