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Kaarst: SPD fordert Konzept zur Klimaanpassung

Hitze und Starkregen in Kaarst : SPD fordert Konzept zur Klimaanpassung

Der Starkregen in der vergangenen Woche war zu viel für die Kaarster SPD. Diese fordert nun ein Konzept zur Klimaanpassung. „Die Starkregenereignisse der letzten Tage haben gezeigt, wie dringend die Stadt Kaarst ein Konzept für die Klimaanpassung benötigt,“ stellt SPD-Bürgermeisterkandidat Lars Kuhlmeier fest.

Ein Klimaanpassungskonzept müsse dem Klimakonzept, das der Rat im Juni 2019 beschlossen habe, an die Seite gestellt werden. „Der Klimawandel ist längst in Kaarst angekommen“, so Kuhlmeier.

Starkregen, Trockenheit, Dürre, tropische Nachttemperaturen, aber auch Sturmschäden seien Zeichen dafür, dass die Gefährdung der Menschen und ihres Eigentums in Kaarst von Jahr zu Jahr zunehme. Die bisherigen Mehrheiten im Stadtrat hätten bis heute keine Lösung entwickelt, wie die Stadt die Bevölkerung schützen will. Kuhlmeier fordert möglichst schnell ein Konzept und eine Strategie für die Klimaanpassung, wie sie andere Städte wie Meerbusch oder Düsseldorf bereits hätten. Dieses Konzept müsse spätestens bis zum Sommer 2021 vorliegen.

Um den bestmöglichen Schutz der Bürger gegen die bereits feststellbaren Auswirkungen des Klimawandels zu erreichen, werden viele Bereiche der Stadtplanung überdacht werden müssen. So sei die Bauleitplanung zu überprüfen, ob sie genügend Frischluftschneisen lasse, der in Kaarst besonders hohe Anteil an versiegelten Flächen im öffentlichen Raum muss verringert und die „Vorgärten des Grauens“ künftig unterbunden werden. Außerdem müsse dringend die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Kanalsystems überprüft werden. 

Das gleiche gelte für die Grünplanung, „die den klimatischen Veränderungen angepasst werden muss“, so Kuhlmeier. Die Hitzetage stellten auch eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr, vor allem für Kranke und ältere Bürger, dar. „Wir werden auch über klimatisierte Schutzräume in öffentlichen Gebäuden für Risikogruppen nachdenken müssen,“ betont Kuhlmeier.

(NGZ)