Weihnachtsmarkt im Alten Dorf Kaarster Schützenkönig wird beim Weihnachtsmarkt zum Nikolaus

Kaarst · Jeder Weihnachtsmarkt hat seine eigene DNA. Bei der Adventsveranstaltung der Kaarster St.-Sebastianus-Schützen ist es das Familiäre. Wir haben uns umgeschaut.

Kaarst: Schützen organisieren Weihnachtsmarkt im Alten Dorf​
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Kaarster Schützen organisieren Weihnachtsmarkt im Alten Dorf

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Foto: Georg Salzburg (salz)

Der letzte Weihnachtsmarkt im Alten Dorf hatte vor drei Jahren stattgefunden. Jetzt erinnerte nichts mehr an Corona. Der kleine Weihnachtsmarkt war vielmehr schon sehr früh sehr gut besucht. Organisiert hatten ihn wie immer die Kaarster St. Sebastianus-Schützen, die erst vor drei Wochen dazu grünes Licht geben konnten. Deshalb war niemand enttäuscht, dass nur 20 Buden besetzt werden konnten; vor der Pandemie waren es 23 gewesen. Trotzdem drohten weder Magenknurren noch Durst.

Jeder Weihnachtsmarkt hat seine eigene DNA. Im Schatten von Alt-St.-Martinus geht es besonders familiär zu. Man kennt sich, man hat sich viel zu erzählen, während die Tasse mit dem Glühwein auch als Handwärmer taugt. Kinderaugen glänzten, als am Samstag 390 und tags drauf immerhin noch 290 Weckmänner verteilt wurden. In die Rolle des Nikolaus schlüpfte diesmal Stefan Stamm, Geschäftsführer der Bruderschaft und Schützenkönig.

Als Brudermeister und Präsident Claus Schiffer auf der kleinen Bühne den Weihnachtsmarkt eröffnete, waren alle da: Der „Schützenfreund“ und Pfarrer Martin Pilz, Bürgermeisterin Ursula Baum, Katja Winkes und Birgit Drehsen vom Verein Freunde des Alten Dorfes – und viele Kleinkinder umlagerten die Bühne. Bürgermeisterin Ursula Baum animierte sie, auf die Bühne zu kommen. Nicht alle schafften es aus eigener Kraft, die Eltern halfen ihnen.

Und plötzlich gingen die Lichter am Weihnachtsbaum an, den Herbert Wilms zur Verfügung gestellt hatte. Was die Holzbuden verbindet, ist eine Lichterkette in den Farben Weiß, Rot und Grün. Schützenmeister Christoph Klever gehörte zu denen, die sich beim Auf- und Abbau besonders eingebracht hatten. Er konnte am späten Samstagnachmittag sehen, dass sich die Arbeit gelohnt hatte.

Jürgen Rau vom Tuppenhof kam als „Spion“: „Ich möchte mir einen Eindruck über die Preise verschaffen“, erklärte er. Auf dem Tuppenhof wird am dritten Adventswochenende der Weihnachtsmarkt hoffentlich ebenfalls zum Publikumsmagneten. Rau sah unter anderem, dass eine Waffel zwei Euro kostet, der Glühwein 2,50 Euro und der Grünkohl mit Mettwurst 9,50 Euro.

Die Jahrgangstufe Q 2 des Albert-Einstein-Gymnasiums bot Holzarbeiten feil. Anna, Frieda und Charlotte berichteten, wie der Erlös verwendet wird: „Wir wollen damit unseren Abi-Ball finanzieren.“

Stefanie Sell war mit ihrem Modeschmuck zum ersten Mal in Kaarst. Ihr gefiel´s. Stefan Breuer von der Martinusschule verkaufte mit Schülern Sachen, die im Rahmen einer Projektwoche entstanden waren: „Der Erlös kommt der Schule zugute“, erklärte er. Clara Krum und ihre Band boten nicht nur Weihnachtliches, sondern auch Rock und Pop.

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