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Kaarst: Schützenfest in Vorst wegen Corona abgesagt

Fest im September : Vorstand sagt Schützenfest in Vorst ab

Nach Driesch, Kaarst und Büttgen hat nun auch die Vorster St. Eustachius-Bruderschaft das Schützenfest im September offiziell abgesagt. Die Mitglieder wurden vom Vorstand Form eines Briefes über die Absage informiert.

„Wir haben uns schweren Herzens beschlossen, unser Schützen- und Heimatfest abzusagen“, heißt es in dem Schreiben.

Das Schützenfest hätte vom 12. bis 15. September stattgefunden und somit nach dem 31. August: bis dahin sind Großveranstaltungen verboten. Wegen der ungeklärten Rechtslage für die Zeit nach dem 31. August war die Entscheidung des Vorstandes allerdings alternativlos. Der Vorstand könne sich nicht vorstellen, dass, selbst wenn ab dem 1. September Großveranstaltungen wieder erlaubt sein würden, diese ohne starke Hygiene- und Abstandsvorgaben stattfinden könnten. Diese Regeln einzuhalten würde eine Großveranstaltung vielleicht irgendwie möglich machen, aber es wäre kein Vorster Schützenfest, „wie wir es kennen und lieben“, schreibt der Vorstand weiter. „Die Gesundheit unserer Mitglieder und Gäste steht an oberster Stelle. Wir wissen nicht, wie die Situation im September ist und haben im Interesse unserer Vertragspartner diese Entscheidung frühzeitig getroffen“, sagt Brudermeister Thomas Schröder unserer Redaktion. Das Miteinander und die persönliche Begegnung mit alten Freunden machen das Schützenfest zu dem, was es ist. In diesem Jahr wäre das in dieser Form wohl nicht möglich gewesen.

Zudem soll kein Mitglied von den Feierlichkeiten ausgeschlossen werden, das aus Selbstschutz – oder weil es zur Risikogruppe gehört – dem Fest fernbleiben würde. Wie in den anderen Kaarster Bruderschaften hat sich auch das Vorster Königshaus um Johannes Hamacher dazu bereit erklärt, für das Schützenfest im nächsten Jahr zur Verfügung zu stehen. „Sie hatten noch überhaupt nichts von ihrem Königsjahr, deshalb ist es schön, wenn sie die Termine 2021 wahrnehmen können“, so Schröder.

Wegen der Abstandsregelungen hätten nur 600 Menschen ins Festzelt gedurft – das Vorster Regiment zählt aber 800 Schützen.

„Es ist besser zu sagen, wir frieren dieses Jahr ein“, sagt Schröder. Auch aus Solidarität zu den anderen Bruderschaften hat sich der Vorstand dazu entschieden, das Fest abzusagen.

Die Entscheidung dreieinhalb Monate vor dem Fest zu treffen, fiel dem Vorstand nicht leicht, auch weil es keine Klarheit darüber gibt, welche Maßnahmen im September zu erwarten sind. Allerdings brauchen die Vertragspartner wie Musiker, Zeltwirt, Schausteller und Brauereien Planungssicherheit. Aus der Absage werden keine wechselseitigen Rechte oder Pflichten entstehen.