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Kaarst: Schützen geben bei Facebook tiefe Einblicke

Aktion des Vorstandes : Kaarster Schützen geben auf Facebook tiefe Einblicke

Das Schützenfest wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden, dennoch hat sich die Bruderschaft etwas ausgedacht, um ihre Verbundenheit zur Stadt unter Beweis zu stellen.

Das erste Video wurde pünktlich am Tag des eigentlichen Königsehrenabends gepostet. Es beginnt mit alten Bildern vom Vorbeimarsch des Regiments am Schützenkönig im Alten Dorf. Danach ist der leere Festplatz zu sehen. Das Schützenfest wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden, dennoch hat sich die Bruderschaft etwas Besonderes ausgedacht, um ihre Verbundenheit zur Stadt Kaarst unter Beweis zu stellen und den Menschen zu zeigen, was sie zwischen Königsehrenabend und dem Schützenfest so alles macht. „Wir Schützen sind nicht in den vorgezogenen Winterschlaf gefallen, das ist uns wichtig“, sagt Claus Schiffer, Präsident der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kaarst. Bis zum Schützenfestdienstag lädt der Vorstand fast jeden Tag ein Video, eine Nachricht oder einen Gruß auf seine Facebook-Seite hoch. Das jüngste Video wurde am Donnerstag gepostet. Darin hält Geschäftsführer Stefan Stamm einen Vortrag zum Thema „Schützenfest für Anfänger“, zu dem sich normalerweise immer viele Schützen und Nicht-Schützen im Pfarrzentrum treffen. Am Freitag folgt ein Video zum traditionellen Sebastianus-Putzen, das am Mittwochabend in der alten Martinus-Kirche stattfand.

Auch an den Schützenfesttagen wird es weitere Videos geben, etwa vom Aufmarsch der Fahnen und Blumenhörner am Rathaus, den die meisten Schützen gar nicht mitbekommen, weil sie woanders Antreten haben. „Wir wollen damit zeigen, dass wir noch da sind, obwohl unser Schützenfest abgesagt wurde“, sagt Schiffer. Die Videos sind mit dem eigens kreierten Slogan „Wo wir sind, ist Heimat“ versehen. Die Resonanz ist bislang sehr positiv, die Klickzahlen der ersten Videos übertreffen die Erwartungen des Vorstandes bei Weitem. Am Wochenende werden Wimpelketten in der Stadt aufgehängt – so wird in diesen schwierigen Zeiten den Bürgern das Schützenfest-Feeling zumindest ein bisschen näher gebracht.