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Kaarst: Schüler und Lehrer sollen mit Tablets ausgestattet werden

Digitaler Unterricht in Kaarst : Schüler und Lehrer sollen mit Tablets ausgestattet werden

Wenn die Corona-Krise überhaupt für etwas gut war, dann für die technische Ausstattung der Schulen, Schüler und Lehrer.

In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause wurde die Verwaltung auf Antrag der CDU und SPD damit beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie allen Schülern der weiterführenden Schulen im Stadtgebiet leihweise Tablets für den digitalen Unterricht zur Verfügung gestellt werden können. In dem Konzept soll auch die Ausstattung der Lehrkräfte mit bedacht werden. Dies sei der nächste Schritt in Sachen Digitalisierung, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Lars Christoph. „Wir hoffen, nach den Sommerferien in den Regelbetrieb übergehen zu können. Aber selbst wenn es diesen nicht gibt, macht eine verstärkte digitale Ausstattung Sinn“, sagte er. Den Schülern sollen dazu Tablets zur Verfügung gestellt werden, um möglicherweise auch am Online-Unterricht – sofern er denn nach den Ferien weitergehen muss – teilzunehmen. Die Verwaltung soll in Absprache mit den Schulen ein Konzept erarbeiten und dabei betrachten, inwieweit Beiträge für die Bereitstellung der Tablets erhoben werden sollen. „Diese müssen sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern orientieren“, sagte Christoph. CDU und SPD fordern, dass diese Maßnahme zügig umgesetzt wird, damit die Schulen im Falle einer Verschärfung der Pandemie nach den Sommerferien handlungsfähig sind.

Die Verwaltung legte einen leicht modifizierten Beschlussvorschlag vor. Der Unterschied zu dem Antrag der beiden Fraktionen bestand lediglich darin, dass nicht nur die leihweise Überlassung der Tablets, sondern auch ein Finanzierungskonzept mit möglichen Refinanzierungsmöglichkeiten erarbeitet wird. Voraussetzung für digitalen Unterricht sei es, dass auch die Lehrkräfte selbstverständlich digital ausgestattet werden. „Das finden wir sehr gut“, erklärte Hildegard Kuhlmeier (SPD), die noch einmal darauf aufmerksam machte, dass nicht alle Familien über die gleichen finanziellen Möglichkeit verfügen. Zudem äußerte sie die Hoffnung, dass die Maßnahme vom Land gefördert wird. Der Erste Beigeordnete Sebastian Semmler erklärte, dass die Verwaltung gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden das Land NRW in der Pflicht sieht, die Lehrer auszustatten.

(seeg)