Kaarst: Schüler beteiligen sich an Erweiterungsprojekt

Erweiterungsprojekt am GBG in Kaarst : Begeisterung für Greifvögel

26 Schüler des Vorster Gymnasiums haben zu einem bestimmten Thema referiert.

Was junge Leute zu leisten in der Lage sind, wenn sie sich für ein Thema begeistern, wurde in der Aula des Georg-Büchner-Gymnasiums deutlich: 26 Schülerinnen und Schüler der sechsten bis neunten Klassen, allesamt mit überdurchschnittlichen Noten, hatten sich an dem sogenannten Erweiterungsprojekt beteiligt. Dabei präsentierten sie dem Publikum ihre recherchierten Erkenntnisse zu einem bestimmten Thema. Noten gibt es dafür keine, aber Schulleiter Volker Werker überreichte allen eine Urkunde.

Olga Artemjew vertrat Melanie Müller, die als Lehrerin das Projekt am Georg-Büchner-Gymnasium leitet, aber krankheitsbedingt nicht dabei sein konnte. Was ihr auffiel: „Natur- und Umweltschutz spielen in diesem Jahr eine große Rolle.“ Felix Wadewitz interessiert sich für Greifvögel. Der Schüler der 6b hatte einen Eyecatcher mitgebracht: Einen lebendigen Greifvogel. Dessen Eigentümer ist Horst Brings, ein Bekannter von Felix Wadewitz. Wer an diesem Stand stehen blieb, erfuhr unter anderem, dass die größte Adlerart der Welt Harpyie heißt und bis zu neun Kilogramm schwer ist bei einer Länge von bis zu 1,10 Metern. Das lebendige Anschauungsobjekt, ein Wüstenbussard aus Nordamerika, hatte inzwischen sein „großes Geschäft“ gemacht – zum Glück war eine schwarze Plastikfolie unter ihm ausgelegt worden.

Das dürfte Tim Harler-Witts gar nicht gefallen haben. Bei ihm ging es nämlich um die Vermeidung von Plastik im Alltag. Eine kleine Auswahl seiner Tipps: „Eis in der Waffel statt im Becher kaufen, Radiergummis aus Naturkautschuk bevorzugen, möglichst viel in Unverpackt-Läden kaufen.“ Der Junge war tief in die Materie eingedrungen und bei seinem Vortrag wurde deutlich, wie wichtig ihm die Vermeidung von Plastik ist. Das geht Jule Goebels von der 6a genauso: Sie hatte sich auf Spielzeug aus einem bestimmten Schaumstoff konzentriert, das sich unheimlich „fluffig“ anfühlt, aber sehr gesundheitsschädlich ist. Die Sechstklässlerin hatte einige dieser niedlich aussehenden Teile, die ihrer Meinung nach in den Sondermüll gehören, mitgebracht. „In Dänemark ist dieses Spielzeug bereits verboten“, erklärte die Schülerin. Lotte Vallema von der 9a hatte jede Menge Wissenswertes zum Thema „Hochbegabung“ zusammengetragen, Amelie Janosch aus der 6b hatte drei verschiedene Zoos besucht, um an möglich viel Wissen über den Roten Panda zu kommen – wer an ihrem Stand verweilte, verbesserte sein Allgemeinwissen.

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