Kaarst: Sammlungen für Kriegsgräber dauern noch bis Dezember

Volkstrauertag in Büttgen : Sammlungen für Kriegsgräber - 10.000 Euro erwartet

Die Haussammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge laufen seit dem 31. Oktober. Der Ortsverbandsvorsitzende Peter Heines geht davon aus, dass in diesem Jahr erneut rund 10.000 Euro zusammenkommen.

Die Sammlungen sollen zwar offiziell am Sonntag abgeschlossen werden, aber die wenigen Sammler werden noch bis in den Dezember hinein von Tür zu Tür gehen. Heines weiß, dass das kein leichter Job ist: „Wir geben lieber für die Lebenden“, ist eine beliebte Ausrede. Wenn es dunkel ist, machen vor allem ältere Menschen nicht gern die Tür auf. Alle 35 Sammler können sich jedoch ausweisen.

Viele opfern seit Jahrzehnten ihre Freizeit für dieses Ehrenamt und sind bekannt. „Die meisten geben fünf oder zehn Euro, einige aber auch 20 Euro oder mehr“, weiß Peter Heines. Was er noch weiß: Dass die Spenden gut investiertes Geld sind. Kriegsgräber sind ein beeindruckendes Mahnmal für den Frieden. Diese Gräber müssen aber nicht zuletzt aus Gründen der Pietät gepflegt werden, und das kostet. Kaum vorstellbar 74 Jahre nach Kriegsende: Es werden immer noch anonym bestattete Soldaten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz identifiziert und umgebettet. Die Sammler sind zwischen 60 und 90 Jahre alt. Peter Heines macht immer wieder die Erfahrung, dass es schwer ist, neue Sammler zu finden. Mindestens genauso schwer ist es, diese Personen dauerhaft für das Ehrenamt zu gewinnen.

Wie in den Vorjahren wird es am Volkstrauertag (17. November) eine Gedenkfeier in der Kapelle auf dem Büttgener Friedhof geben. Die heilige Messe in St. Aldegundis beginnt um 11.30 Uhr, rund eine Stunde später setzt der Zug sich dann Richtung Friedhofskapelle in Bewegung. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus, Pfarrer Werner Hoffmann und Brudermeister Franz-Josef Bienefeld werden sprechen. Anschließend findet dann die Kranzniederlegung an den Soldatengräbern statt.

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