Start-Up aus Kaarst „Rot gegen Blau“ ist das neue „Schlag den Raab“

Kaarst · Ein Kaarster Unternehmer hat das Teamduell für Schulen, Unternehmen oder Schützenzüge entwickelt. Die Nachfrage ist groß und steigt stetig.

Geritt Kolender hält die Buzzer seiner selbst gebauten Maschine in der Hand. „Rot gegen Blau – das Teamduell“ ist bislang ein Erfolg.

Geritt Kolender hält die Buzzer seiner selbst gebauten Maschine in der Hand. „Rot gegen Blau – das Teamduell“ ist bislang ein Erfolg.

Foto: Andreas Woitschützke

Gerrit Kolender hatte schon immer ein Faible für Sport und Spiele. Während der Corona-Pandemie entwickelte der studierte Maschinenbau-Ingenieur aus Langeweile heraus kleinere Online-Quizze für seine Familie. „Dann kamen ein paar Freunde und Bekannte dazu und ich habe gemerkt, wie begeistert die Leute sind“, erklärt der 29-Jährige. Als die ersten Anfragen von Unternehmen kamen, war für ihn klar, ein Unternehmen zu gründen. 2021 war die Geburtsstunde von „Rot gegen Blau – das Teamduell“. Inspiriert wurde er von der erfolreichen TV-Show „Schlag den Raab“, in der zwei Kandidaten in mehreren Spielen gegeneinander antreten und um den Sieg kämpfen. Bei „Rot gegen Blau“ sind Mann-gegen-Mann-Duelle aber eher die Ausnahme, es spielen immer Teams gegeneinander. Die bisher höchste Anzahl an Teilnehmern waren um die 40, erklärt er.

Sein Fundus besteht aus rund 150 Spielen, rund 60 davon sind Aktions- und Geschicklichkeitsspiele wie Cornhole, bei dem die Spieler mit Mais gefüllte Säcke in ein Loch werfen müssen, der Rest Quizspiele. Diese werden an einem selbst gebauten Buzzer-System gespielt und sind personalisiert. „Die Geschäftsführerin kann mir vorher ein Bild zuschicken, das ich beispielsweise in ein Spiel einbaue, wo die Teilnehmer Prominente erkennen müssen. Dann taucht sie zwischen Johnny Depp und Mats Hummels auf. Das ist immer ein Brüller, weil die Leute damit nicht rechnen“, erklärt Kolender. Auch Quizspiele ohne Buzzer wie Sortieren oder Zuordnen gehören zu seinem Repertoire. Rund die Hälfte der Spiele hat Kolender selbst gebaut, die andere Hälfte gekauft.

Für die Unternehmen ist das eine Teambuilding-Maßnahme, die sich von den gewöhnlichen Maßnahmen absetzt. Aber auch in Schulen oder bei Schützenvereinen, die ihren König mal anders als an der Vogelstange ermitteln wollen, war Kolender bereits im Einsatz. Insgesamt gibt es zwölf bis 15 Runden, wie bei „Schlag den Raab“ gibt es jede Runde einen Punkt mehr. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten. „Die Spiele sind sehr unterschiedlich, durch die Abwechslung kann jeder in bestimmten Bereichen glänzen“, erklärt er. Ein Event dauert rund zwei Stunden, die Runden können aber flexibel angepasst werden.

Seit August gibt es regelmäßige Live-Events. „Wir haben derzeit rund acht Events im Monat, im Januar habe ich schon zwölf Aufträge angenommen“, sagt er. Und alles funktioniert über Mund-zu-Mund-Propaganda: Menschen, die „Rot gegen Blau“ auf einer Weihnachtsfeier oder im privaten Bereich gesehen haben, erzählen ihren Freunden davon. Die Kosten liegen bei 350 bis 500 Euro pro Event, an der Preisstruktur will der Gründer aber im kommenden Jahr arbeiten.

Weitere Infos zum Produkt gibt es hier online.

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