Öffentliche Sitzung in Kaarst Ratssitzungen werden bald live im Internet gestreamt

Kaarst · Die Kaarster Kommunalpolitik wird in Zukunft digitaler: Künftig wird der öffentliche Teil der Ratssitzungen gestreamt, sodass alles Bürger die Möglichkeit haben, dabei zu sein.

 Die Ratssitzungen werden künftig live übertragen.

Die Ratssitzungen werden künftig live übertragen.

Foto: Stephan Seeger

Der nicht-öffentliche Teil wird allerdings nicht übertragen. „Wir haben das Thema Livestream viele Jahre diskutiert und sind der Meinung, einen guten Kompromiss vorgelegt zu haben, um jetzt endlich einzusteigen“, erklärte Christian Gaumitz, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Diese hatten gemeinsam mit der CDU einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Fraktion FWG Kaarst-Die Linke wollte zusätzlich zu den Ratssitzungen auch die Ausschusssitzungen live für die Bürger übertragen. Doch dieser Antrag wurde abgelehnt, auch wenn Gaumitz erklärte, dass das Angebot eventuell ausgeweitet werden kann, wenn die Verwaltung mit dem Livestream der Ratssitzungen gute Erfahrungen sammelt. „Es entspricht unserem Anspruch, mehr Transparenz zu schaffen“, so Gaumitz weiter. Für die Umsetzung werden 10.000 Euro in den Haushalt eingestellt. „Wir werden das ziemlich zügig umsetzen“, erklärte Bürgermeisterin Ursula Baum.

Die FDP wollte zusätzlich auch die Ausschusssitzungen streamen. „Oftmals finden die eigentlichen Beratungen in den Fachausschüssen statt, der Rat trifft nur noch die abschließenden Entscheidungen auf Grundlage der dortigen Vorberatungen“, heißt es in der Begründung der Liberalen. Anja Rüdiger (Kaarst aktiv/UWG) will sich ebenfalls erst einmal auf eine Sache konzentrieren. „Wir sollten uns darauf konzentrieren, die Ratssitzungen zu streamen. Damit sollten wir erst einmal Erfahrungen sammeln. Wenn das alles gut funktioniert, kann man sich auch über die öffentlichen Ausschusssitzungen Gedanken machen“, sagt sie. Kai Helbig (AfD) gab zu bedenken, dass ein Streaming dem Bürgerdialog schaden würde: „Vielleicht kommen dann künftig noch weniger Bürger zu den SItzungen.“

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