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Kaarst: Raiffeisenbank trotzt Corona-Pandemie

Filiale in Kaarst : Raiffeisenbank trotzt der Corona-Pandemie

Weil die Geschäfte gut laufen, plant die Raiffeisenbank derzeit neue Bürogebäude auf dem Parkplatz. In den Filialen in Vorst und Kaarst gab es keinen einzigen Corona-Verdachtsfall.

Viele Branchen sind stark von der Corona-Pandemie gebeutelt, auch viele Banken schreiben Verluste. Nicht so die Raiffeisenbank Kaarst. Im Gegenteil, nach Angaben der beiden Vorstände Martin Amann und Guido Schaffer soll der Gebäudekomplex erweitert werden. Wir konnten im vergangenen Jahr unser Kreditvolumen um zehn Prozent steigern“, sagt Amann. Auch bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Raiffeisenbank ein deutliches Plus von neun Prozent. Auch für das Jahr 2020 ist die Bank auf Kurs. Sowohl das Kreditwachstum als auch die Einlagen sind bislang um drei Prozent gestiegen. Im Gegensatz zu vielen anderen Banken gibt es kein negatives Zinsergebnis. Über das Gewinnsparen wurden im vergangenen Jahr rund 14.000 Euro an Kaarster Vereine gestiftet, für 2020 rechnen Amann und Schaffer trotz Corona mit einer ähnlichen Summe. „Die Auswirkungen halten sich bei uns zum Glück in Grenzen“, so Amann. Guido Schaffer erklärt, was die Raiffeisenbank in naher Zukunft vorhat. „Wir werden unseren Altbau an der Neusser Straße komplett sanieren“, sagt er. Das soll noch in diesem Jahr geschehen. Im nächsten Jahr oder Anfang 2022 wird sich die Bank mit einem Neubau in Form eines Anbaus auf dem Parkplatz vergrößern. „Damit wollen wir signalisieren, dass wir den Standort Kaarst stärken“, sagt Amann. Auf dem Parkplatz sollen neue Büroflächen entstehen. Ein Teil des Parkplatzes wird mit einem Flachbau überbaut. „Wir dehnen uns entgegen dem Trend räumlich aus“, sagt Schaffer. Durch eine jahrelang positive Entwicklung seien diese Investitionen möglich. Die Parkplätze auf der restlichen Fläche werden optimiert.

Gleichzeitig erteilt Schaffer allen Interessenten an einer Fusion mit der Raiffeisenbank eine Absage: „Vorstand und Aufsichtsrat sind sich einig, dass wir eigenständig in die Zukunft gehen wollen“, erklärt er: „Wir kommen geschäftlich ganz gut alleine zurecht.“ Das unterstreiche die Bilanzsumme von 175 Millionen Euro.

In den Filialen in Vorst und Kaarst gab es keinen Corona-Verdachtsfall, die Mitarbeiter werden nach und nach zurück an die Standorte geholt, niemand wurde in Kurzarbeit geschickt. In den Filialen müssen Kunden und Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen, der Ein- und Ausgang ist geregelt. Wegen der Pandemie musste die für Juni geplante Generalversammlung, die immer als Präsenzveranstaltung durchgeführt wird, abgesagt werden. „Wir haben geplant, die Versammlung im vierten Quartal durchzuführen. Ob wir das aber so machen können, wissen wir noch nicht“, sagt Martin Amann. Die Mitglieder müssen auf ihre Dividende für das Jahr 2019 verzichten. „Wir sind von der Bankenaufsicht angehalten, die Dividende nicht zu zahlen“, sagt Amann.