Kaarst: Radeln für den Klimaschutz – auch Politiker machen mit

Kaarst will Spitzenposition verteidigen : Radeln für den Klimaschutz – auch Politiker machen mit

Die Stadt Kaarst ist beim Klimabericht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) schlecht weggekommen und belegte in dem Ranking nur Platz 285 von 311 in der Kategorie der Städte ihrer Größenordnung.

Zwar nahm nur ein kleiner Teil der Bevölkerung an der Umfrage teil, doch die Verwaltung nimmt die Ergebnisse „sehr ernst“, wie sie mitteilte. Und deshalb verweist die Verwaltung auch auf das Stadtradeln, bei dem die Stadt Kaarst in den vergangenen Jahren stets einen der vorderen Plätze belegt hat.

Seit 2008 treten deutschlandweit Kommunalpolitiker und Bürger für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale, Kaarst ist vom 14. Juni bis 4. Juli an der Reihe. In diesem Zeitraum können alle Kaarster Bürger und Personen, die in Kaarst arbeiten, bei der Kampagne „Stadtradeln“ mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte unter stadtradeln.de/kaarst.

„Das Fahrrad wird gerade wiederentdeckt als ein Transport-, vor allem aber ein Fortbewegungsmittel, an dem viele Menschen nicht mehr vorbei können“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus. Beim Wettbewerb „Stadtradeln“ geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren sowie tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der innerstädtische Verkehr. Wenn rund 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Jeder kann ein Stadtradeln-Team gründen oder einer bestehenden Mannschaft beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen. Ulrike Nienhaus hofft auf eine rege Teilnahme aller Kaarster, Parlamentarier und Interessierten beim Stadtradeln, um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen.

(NGZ)
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