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Kaarst: Pumptrack-Anlage nimmt Gestalt an

Sportplatz Bruchweg in Holzbüttgen : Pumptrack-Anlage nimmt Gestalt an

Zwölf Kaarster Jugendliche haben im Bebop Ideen gesammelt, wie die Pumptrack-Anlage am Bruchweg aussehen könnte. Im Anschluss bastelte Bebop-Leiter Ken Schultze ein Modell. Dieses wird im Jugendhilfeausschuss vorgestellt.

Eine Wiese, Bäume, eine asphaltierte Strecke und Männchen, die auf Fahrrädern sitzen – das Modell der Pumptrack-Anlage, das Ken Schultze aus Gips, Modelliermasse und Modellbau-Materialien gebastelt hat, überzeugt optisch. Dabei ist Ken Schultze selbst nicht zufrieden mit seinem Entwurf. „Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre es noch besser geworden“, sagt er. Da das Modell vor dem Jugendhilfeausschuss am 23. Januar aber fertig sein musste, hat er auf ein paar Details verzichtet.

Gemeinsam mit zwölf Jugendlichen im Alter von zehn bis 19 Jahren haben Schultze und Ralf Schilling vom Kaarster Jugendamt Ideen gesammelt, wie die neue Pumptrack-Anlage in dem geplanten Sportpark am Bruchweg in Holzbüttgen aussehen könnte. Dazu gab es bereits Anfang November ein Treffen im Haus der Jugend. Mit dabei waren einige Jugendliche, die bereits die ehemalige BMX-Strecke an der Erfstraße geplant hatten, wo jetzt ein Kindergarten steht. Die Idee dazu kam vom Jugendamt. „Wir wollten die Interessen der Jugendlichen wahrnehmen und gemeinsam mit ihnen über das Projekt sprechen“, sagt Schultze. Und das kam bei den Jugendlichen gut an. Aber: Es wurde ihnen auch gleich klar gemacht, dass sich die Ideen im Rahmen des Möglichen bewegen müssen. Der Vorschlag, die Strecke auch nachts zu beleuchten, wurde beispielsweise direkt verworfen. Als Impuls hatte Schultze Filme von Pumptrack-Anlagen aus den USA vorbereitet. Auf diesen Anlagen werden teilweise sogar Meisterschaften ausgetragen. „Die Jugendlichen sollten mal sehen, was möglich ist“, sagt Schultze.

Danach wurde auf einem Flipchart eine Strecke gestaltet. Die asphaltierte, nicht langgezogene Bahn soll rund 30 mal 60 Meter lang und vier bis fünf Meter breit sein, um verschiedene Schwierigkeitsgerade zu schaffen und eine parralele Nutzung zu ermöglichen. Der Startpunkt ist erhöht, weil bei dieser Sportart keine Pedale genutzt werden und die Fahrer durch die Hügel auf der Strecke Schwung holen. Die Strecke verfügt über mehrere Steilkurven mit unterschiedlichen Höhen. Die beiden gegenüberliegenden Fahrbahnen sollen mit einer Diagonalen Strecke verbunden werden, wo ebenfalls eine Steilkurve eingebaut ist.

Wichtig für die Jugendlichen ist auch das Drumherum: Der nicht befahrbare Teil der Strecke soll aus Naturrasen bestehen, auf dem bequeme Sitzbänke und Mülleimer stehen. „Auf Fahrradständer haben wir verzichtet, weil die Jugendlichen ihre Räder seitlich ablegen“, erklärt Schultze, ehe er das Ganze modellierte. Im Jugendhilfeausschuss wird er sein Modell nun vorstellen.

Die Kosten für die Pumptrack-Anlage belaufen sich laut einer Konzeptstudie des Planungsbüros Pätzold + Snowadsky auf 121.380 Euro. Insgesamt sind für die Umgestaltung des Areals am Bruchweg 1,4 Millionen Euro im Haushalt für 2020 vorgesehen. Die ursprünglichen Mittel von einer Million Euro wurden für das laufende Jahr noch einmal um 400.000 Euro angehoben. Der Sportausschussvorsitzende Ingo Kotzian (CDU) hofft, dass es nun endlich auch mal losgeht mit den Bauarbeiten. „Die Verwaltung hat nach den Beschlüssen im vergangenen Jahr die Ausführungsplanung ausgeschrieben und nach meinem Kenntnisstand auch vergeben. Wir hoffen, dass wir noch dieses Jahr in die Vergabe gehen können“, sagt Kotzian. Das Modell von Ken Schultze ist dabei ein erster Schritt.