1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Positiver Corona-Fall in Kita "Am Hoverkamp"

Kaarster Einrichtung vorübergehend geschlossen : Corona-Fall in der Kita „Am Hoverkamp“

Jetzt hat es auch die Stadt Kaarst erwischt: Ein Kind aus der Kindertagesstätte „Am Hoverkamp“ ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Einrichtung wird vorübergehend geschlossen.

Auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes wurden alle Kinder aus der Gruppe des erkrankten Kindes in Quarantäne versetzt. Auch die Erzieher, die in unmittelbarem Kontakt mit dem Kind standen, stehen unter Quarantäne. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Kita-Träger hat entschieden, die Einrichtung bis zum 2. September zu schließen. Die Eltern werden durch den Träger, informiert. Den Kindern sowie den Erzieherinnen wurde eine Testung angeboten.

Nach Angaben von Kreissprecher Benjamin Josephs handelt es sich um sieben Erzieherinnen. Diese wurden vorerst nach Hause geschickt. „Es muss erst einmal sichergestellt werden, ob sie infiziert sind oder nicht“, erklärt Solveig Hengst, Vorstandsmitglied des DRK. Laut Hengst war das positiv getestete Kind letztmals am vergangenen Mittwoch in der Kita.

„Wir hoffen, in dieser Woche noch die Tests durchführen zu können“, so Hengst. Sollten die Erzieherinnen negativ getestet werden, könnte die Kita in der kommenden Woche wieder öffnen. „Wir müssen erst einmal abwarten“, so der Vorstand. Die Kinder müssen jedenfalls zu Hause bleiben, eine Unterbringung in einer anderen Einrichtung ist wegen der Infektionsgefahr nicht möglich.

In den vergangenen Tagen und Wochen sind bereits mehrere Einrichtungen im Rhein-Kreis Neuss wegen eines Corona-Falls vorübergehend geschlossen worden, in Kaarst ist die Kita „Am Hoverkamp“ bislang die erste. Laut aktueller Zahlen von Montag gibt es in Kaarst derzeit acht mit dem Coronavirus erkrankte Personen. Die Gesamtzahl der infizierten inklusive genesenen Personen im Stadtgebiet beträgt 101, davon sind 92 genesen. Eine Person ist bislang an dem Virus gestorben.

 Der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Rhein-Kreis liegt in den vergangenen sieben Tagen bei zwölf. Sollte dieser 50 erreichen, müssten verschärfte Maßnahmen getroffen werden.