Kaarst: Polizei fasst Flüchtigen nach Einsatz mit Hubschrauber

Fahndung der Polizei in Kaarst : Ermittler fassen Flüchtigen nach Hubschrauber-Einsatz

Am Mittwochabend gegen 23 Uhr knatterte ein Polizei-Hubschrauber über Kaarst. Anlass für den Einsatz war die Flucht eines Verdächtigen an der Straße Broicherseite unweit Stadtgrenze zu Meerbusch.

Der 24 Jahre alte Mann aus Krefeld war dort gemeinsam mit einem 22 Jahre alten Mann aus Neuss von einer Polizeistreife kontrolliert worden, nachdem die Ermittler einen Hinweis auf zwei verdächtige Autos dort erhalten hatten. Wie die Kreispolizeibehörde mitteilt, konnten die Beamten vor Ort Marihuana-Geruch wahrnehmen. Sie kontrollierten die Ausweise der Männer. Plötzlich soll sich der 24-Jährige davon gemacht haben: Er flüchtete zu Fuß in ein Waldstück.

Die Polizei hat sofort umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, an denen neben dem Polizei-Hubschrauber auch Spürhunde beteiligt waren. Der Hubschrauber kreiste unter anderem über dem nicht weit entfernten Golfpark Meerbusch, wo der 24 Jahre alte Mann aus Krefeld schließlich auch festgenommen werden konnte. Die Festnahme gelang anderthalb Stunden nach der Polizei-Kontrolle gegen 0.30 Uhr. Der Verdächtige soll keinen Widerstand geleistet haben.

Die Ermittler konnten den Grund für die Flucht des Krefelders rasch feststellen: Zum einen bestehe laut Polizei der Verdacht, dass er sich mit einem falschen Dokument ausgewiesen hat. Außerdem wurde der Mann mit einem Haftbefehl gesucht – aufgrund eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. 

Die Polizisten nahmen das Duo vorläufig fest. Der Neusser wurde nach seiner Vernehmung entlassen, während der Mann aus Krefeld in die Justizvollzugsanstalt Düsseldorf gebracht wurde. In einem der verdächtigen Autos konnten die Ermittler ein Tütchen Marihuana sicherstellen. Laut Polizeisprecherin Diane Drawe ist noch nicht eindeutig geklärt, wem das Tütchen zuzuordnen ist. Aus Sicht der Kripo besteht ein Anfangsverdacht des Handels mit Betäubungsmitteln sowie der Urkundenfälschung.

(cka)