Kaarst: Politik sieht "dringenden Handlungsbedarf" bei Radweg an der L390

Landstraße in Kaarst : Radweg an L390 - Politik sieht „dringenden Handlungsbedarf“

Der Radweg an der L390 zwischen dem Kaarster Bahnhof und der Gümpgesbrücke ist eine Zumutung. Die Grünen haben nun einen Antrag an den Hauptausschuss gestellt, dass dieser die Verwaltung damit beauftragen soll, den Radweg komplett zu sanieren.

Bezahlen soll das der Landesbetrieb Straßen.NRW. „Es darf angezweifelt werden, ob überhaupt die Anforderungen an die Verkehrssicherheitspflicht erfüllt sind. Daher ist eine grundlegende Sanierung dringend erforderlich“, schreiben die Grünen in ihrem Antrag und fordern zugleich, eine Verbeiterung zu prüfen und wenn möglich mit umzusetzen.

Die Radfahrer würden eine Sanierung begrüßen. „Das ist richtig schlimm, hier mit dem Rad zu fahren“, sagt Benedikt Wetterau – und biegt deshalb vor der Kreuzung rechts auf die Kaarster Straße ab, um der Tortur zu entgehen, die ihn auf dem Radweg erwarten würde. Auf Zustimmung stoßen die Pläne der Grünen auch bei den anderen Fraktionen. „Der Radweg weist Risse auf und ist deutlich zu schmal. Daher ist dringender Handlungsbedarf geboten. Die SPD wird diesen Antrag also unterstützen“, teilt die SPD-Vorsitzende Anneli Palmen mit. Die Sozialdemokraten hatten für den Haushalt 2019 100.000 Euro für die Sanierung der Radwege beantragt, letztendlich wurde der Betrag um 20.000 Euro reduziert. „Die Sanierung des Radwegs ist seit längerer Zeit ein mehr als bedauerswerter Punkt und dringendes Projekt, das von Straßen.NRW endlich nachhaltig in Angriff genommen werden muss“, erklärt Günter Kopp (FDP). Doch die Liberalen wollen nicht nur die Teilstrecke, sondern den gesamten Radweg von Neuss bis Willich sanieren. „Insbesondere deswegen, weil gerade im Sommer die Jugendlichen mit dem Rad diesen Radweg zum Kaarster See befahren“, so die Begründung. CDU-Chef Lars Christoph hat bereits mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst über diesen Radweg gesprochen. „Er hat eine Prüfung durch Straßen.NRW zugesagt. Es wäre schön, wenn eine breit getragene politische Initiative Erfolg bringen würde“, so Christoph.

(seeg)