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Kaarst: Pfarrer sammelt für Opfer von Terroranschlag in Indonesien

Unterstützung aus Kaarst : Pfarrer sammelt für Opfer von Terroranschlag

Pfarrer Ulrich Eßer hat 2007 für einige Monate im indonesischen Makassar gearbeitet. Das kürzlich erfolgte Selbstmordattentat auf eine dortige Kirche hat ihn erschüttert. Jetzt sammelt er für die Opfer.

Die schockierende Nachricht erreichte Ulrich Eßer über die Zeitung: 20 Menschen waren am vergangenen Sonntag bei einem Selbstmord-Anschlag auf eine Kirche in Indonesien verletzt worden. Zu dem Ort des Geschehens – Makassar, der Hauptstadt der indonesischen Provinz Südsulawesi – hat der Kaarster Pfarrer einen engen Bezug. „Ich habe dort 2007 für einige Monate als Lehrer gearbeitet, kenne auch die Kathedrale, in dem der Selbstmord-Anschlag verübt wurde“, sagt er. Der Neffe von einem Bekannten sei zudem unter den Verletzten und liege in einem Krankenhaus.

Schnell fasste der Leitende Pfarrer den Entschluss, den Menschen vor Ort zu helfen. „Es ist ein Land ohne ein Krankenversicherungssystem wie wir es kennen, zum Teil gibt es nicht mal kostenlose medizinische Notfallversorgung“, sagt Eßer, der hinzufügt: „Was wir tun können, ist Solidarität und Mitgefühl nicht nur in Worten auszudrücken.“

Darum kündigt Eßer an, am Ostermontag die Kollekte in den Gottesdiensten für die Opfer und ihre Angehörigen in Indonesien zu halten. Dann sollen auch persönliche Worte von John Liku-Ada verlesen werden. Der Erzbischof von Makassar schreibt in einem Brief an die Gemeinden in Kaarst, der unserer Redaktion vorliegt, unter anderem: „Vielen Dank für Ihre Gebete. Wir fühlen uns nicht allein.“

(jasi)